Marienborns Ortsvorsteher Dr. Claudius Moseler. Foto: Archiv

Herr Ortsvorsteher, wie erleben Sie die Coronakrise persönlich?

CLAUDIUS MOSELER: Ich arbeite derzeit im Homeoffice zu Hause in Marienborn. In den Medien verfolge ich die aktuellen Nachrichten zur Krise. Da ich ein optimistischer Mensch bin, hoffe ich, dass wir das Corona-Virus mit den jetzt ergriffenen Maßnahmen auch in Schach halten können. Ich freue mich aber auch darüber, dass jetzt für viele hilfsbedürftige Menschen entsprechende Unterstützung ehrenamtlich aus der Marienborner Bürgerschaft heraus organisiert wird: „Marienborn hilft“.

Wem zollen Sie in diesen Zeiten ganz besondere Anerkennung?

CLAUDIUS MOSELER: Respekt zolle ich den Ärztinnen und Ärzten sowie den Pflegemitarbeitern in den Gesundheitseinrichtungen, die alles tun, das Virus zu bekämpfen. Aber natürlich auch allen, die jetzt noch „systemrelevante“ Arbeiten erfüllen, wie z.B. den Mitarbeitern der Müllabfuhr, der Feuerwehr und der Polizei, aber auch den Verkäuferinnen an den Kassen in den Einkaufsmärkten und vielen anderen mehr.

Was wünschen Sie sich für die Gesellschaft für die Zeit nach der Krise?

CLAUDIUS MOSELER: Diese Krise ist für uns alle ein Schock. Die Gesellschaft wird sich durch diese Zäsur verändern. Das „immer schneller, immer höher, immer weiter“ wird wohl ein Ende haben. Es gibt Grenzen des Wachstums. Wir werden uns daher auf das besinnen müssen, was nötig ist, und versuchen, z.B. regionale Produkte und Wirtschaftskreisläufe wieder stärker zu etablieren. Diese Zäsur kann aber auch die Chance sein, dass andere Missstände, z.B. im Gesundheitswesen, endlich ein Ende haben. Wir brauchen aber auch eine neue Solidarität in der Gesellschaft, um denjenigen zu helfen, die durch den „Shutdown“ in wirtschaftliche Not geraten sind.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“