Die Bilanz der Verkehrsdirektion Mainz der Polizei für das Jahr 2019 liegt vor. Archivfoto: Ralph Keim

MAINZ – Leicht gestiegene Unfallzahlen, mit den Hauptunfallursachen Abstand und Geschwindigkeit, aber keine Verkehrstoten im Jahre 2019 – das ist die Unfallbilanz der Verkehrsdirektion Mainz. Zudem fallen bei der spezialisierten Verkehrsüberwachung die Linien und Reisebusse mit Beanstandungen auf.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Abfahrtskontrolle von LKW-Fahrern, die erschreckend häufig unter Alkoholeinfluss am Steuer sitzen. Bei der Kriminalitätsbekämpfung konnte die Operative Fahndungseinheit der Verkehrsdirektion Mainz, einen internationalen Drogendealer dingfest machen.

Das Dienstgebiet der Verkehrsdirektion Mainz erstreckt sich über 210 Streckenkilometer, verteilt auf die Autobahnen A60, A61, A63 und A643. Mit einem täglichen Durchlauf von normalerweise ca. 120000 Fahrzeugen, in Belastungsspitzen sogar 100000 Fahrzeuge allein am Mainzer Ring, betreut die Verkehrsdirektion die wichtigen Verbindungen im Rhein-Main-Gebiet und die bedeutende Nord-Süd-Route der A61.

Die Unfallzahlen für den gesamten Direktionsbereich sind im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 93 Unfälle gestiegen. Waren es 2018 noch 1899 Unfälle (davon 1125 im Bereich der Polizeiautobahnstation Heidesheim und 774 im Bereich der Polizeiautobahnstation Gau-Bickelheim), so sind es 2019 1992 Verkehrsunfälle. Hiervon ereigneten sich 1194 im Bereich der Polizeiautobahnstation Heidesheim und 798 im Bereich der Polizeiautobahnstation Gau-Bickelheim.

Erfreulicherweise kam es 2019 zu keinem Unfalltoten im Zuständigkeitsgebiet der Verkehrsdirektion Mainz. Im Jahre 2018 waren noch insgesamt fünf Verkehrstote zu verzeichnen. Die Verkehrsunfälle mit Verletzten stiegen um insgesamt 13 Fälle leicht an. So waren es im Jahr 2018 noch 235 Unfälle und 2019 insgesamt 248 Unfälle mit Verletzten. Davon sind die Unfälle im Bereich der Polizeiautobahnstation Heidesheim von 152 im Jahre 2018 um 12 Unfälle auf 164 im Jahre 2019 angestiegen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist zwar gestiegen, aber glücklicherweise gab es keine Toten.

Als Hauptunfallursachen gelten weiterhin Abstand und Geschwindigkeit. Abstand war mit 521 Unfällen schon im Jahr 2018 auf dem ersten Platz der Unfallursachen und blieb mit 552 Unfällen auch 2019 in Führung. Geschwindigkeit ist als Unfallursache, trotz leichtem Rückgang, immer noch auf Platz zwei. So war die Geschwindigkeit 2018 insgesamt 306-mal unfallursächlich, im Jahre 2019 nur noch 228-mal. Alkohol-, Drogen oder andere Berauschende Mittel als Unfallursachen haben einen leichten Rückgang zu verzeichnen. Waren es 2018 noch 16 Unfälle, so sind es 2019 nur noch 13.

Die Risikogruppen der Unfallverursacher werden weiterhin von den jungen Fahrern, im Alter von18 bis 24 Jahren angeführt, wobei hier ein leichter Rückgang zu erkennen ist. 2018 waren junge Fahrer in 260 Fällen Unfallverursacher. In 2019 verursachten die jungen Fahrer nur noch 218 der insgesamt 1992 Verkehrsunfälle. Ein leichter Anstieg hingegen ist bei der Altersgruppe der Senioren ab 65 Jahren zu verzeichnen. Waren es 2018 noch 106 Fälle, so kommen 2019 insgesamt 124 Mal Senioren aus Unfallverursacher in Betracht.

Ein leichter Rückgang ist bei der Unfallverursachung durch LKW-Fahrer zu verzeichnen. 2018 verursachte insgesamt 284 Mal ein LKW-Fahrer einen Unfall. Im Jahre 2019 waren es nur noch 273 Fälle.

Im Bereich der Ursachenbekämpfung zur Unfallprävention wurden von der Abteilung Zentrale Verkehrsdienste technisch Abstands- und Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Im Bereich der Geschwindigkeitsübertretungen wurden im Jahr 2019 insgesamt 460274 Verstöße Festgestellt was im Vergleich zu 399.486 festgestellten Verstößen im Jahr 2018, einen enormen Anstieg bedeutet. Dies dürfte allerdings im Zusammenhang mit der Neuanschaffung von Geschwindigkeitsmessgeräten stehen. Bei den Abstandsmessungen wurden 14069 Verstöße festgestellt, was ebenfalls einen Anstieg zu den 2018 festgestellten 10238 Beanstandungen darstellt.

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