Liebe Mombacherinnen und Mombacher,

Du und ich – WIR alle sind jetzt gefordert! Wir befinden uns derzeit in einer Ausnahmesituation. In den vergangenen Tagen wurden fast täglich neue Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus beschlossen und verkündet. Das oberste Ziel, der von der Bundes- und Landesregierung beschlossenen Maßnahmen, ist der Schutz und die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. Auch die Stadt Mainz und alle beteiligten Stellen arbeiten entschlossen daran, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Deshalb bitte und appelliere ich an jeden einzelnen die vorgegebenen Maßnahmen ernst zu nehmen und einzuhalten. Wir alle wollen möglichst schnell wieder in unseren gewohnten Alltag zurückkehren, unsere Familie und Freunde treffen und verreisen. Das bedeutet allerdings für die nächste Zeit einen großen Verzicht auf unsere gewohnten Aktivitäten. Nur wenn wir zusammenhalten und jeder Einzelne die vorgegebenen Maßnahmen einhält, werden wir hoffentlich schon bald die Krise überwinden und unseren gewohnten Aktivitäten wieder nachgehen können.

Vor allem in einer Krise wie dieser sind Zusammenhalt und Rücksicht, aber auch Ruhe und Geduld, mehr gefragt als je zuvor. Ich bin sehr dankbar über die vielen engagierten Menschen die für ihre Nachbarschaft anbieten einkaufen zu gehen oder Besorgungen zu machen. Bitte engagieren auch Sie sich und bieten Ihre Hilfe an. In sozialen Netzwerken und Gruppen wird sich hierüber ausgetauscht und so die Umsetzung der Hilfe möglich gemacht. Gleichzeitig möchte ich jedoch davor warnen, dass in derartigen Gruppen, leider vor allem in Situationen wie der jetzigen, sog. „Fake-News“ schnell die Runde machen können und so die Gesellschaft in Panik versetzen kann. Ich bitte deshalb darum, sich bei neuen Informationen und Nachrichten zunächst selbst auf den offiziellen Kanälen der Bundes- und Landesregierung, der Stadtverwaltung Mainz und des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu informieren und falsche Meldungen möglichst schnell aufzuklären und somit aus der Welt zu schaffen. Eine Auflistung von weiterführenden Links der offiziellen Stellen finden Sie unten.

Wir sollten in der jetzigen Zeit vor allem auf die Personengruppen Rücksicht nehmen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Krankheit haben. Dazu zählen laut dem Robert-Koch-Institut nicht nur ältere Personen ab einem Alter von 50-60 Jahren, sondern auch Raucher und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen (z. B. Herz- und Lungenerkrankungen, Diabetes, chronischen Lebererkrankungen, Krebserkrankungen und einem geschwächten Immunsystem). Sicherlich befindet oder befinden sich auch in Ihrem näheren Personenkreis eine oder mehrere Personen aus dem eben genannten gefährdeten Personenkreis für eine erhöhte Anfälligkeit eines schweren Verlaufs der Krankheit oder Sie selbst zählen zu dem genannten Personenkreis. Deshalb kann ich an dieser Stelle nur nochmals an jeden einzelnen appellieren die vorgegebenen Maßnahmen ernst zu nehmen und umzusetzen, um eine weitere Verbreitung der Krankheit, auch unter Menschen mit mildem Krankheitsverlauf, zu verhindern. Für den ein oder anderen erscheinen die vorgegebenen Maßnahmen übertrieben und teilweise nicht nachvollziehbar. Allerdings ist die Lage ernst und somit den Ratschlägen von Wissenschaftlern und Fachleuten Folge zu leisten.

Ich wünsche Ihnen an dieser Stelle alles Gute, vor allem aber Gesundheit, Besonnenheit und Geduld!

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