Niersteins Stadtbürgermeister Jochen Schmitt. Foto: Stadt Nierstein

Herr Stadtbürgermeister, wie erleben Sie die Coronakrise persönlich?

JOCHEN SCHMITT: Es ist eine in den letzten 75 Jahren nie dagewesene Situation. Wir erleben, dass ein kleiner Virus die ganze Welt in ein Chaos verfallen lässt. Trotzdem gehe ich persönlich sehr besonnen und koordiniert mit der Krise um.

Wem zollen Sie in diesen Zeiten ganz besondere Anerkennung?

JOCHEN SCHMITT: Natürlich der Ärzteschaft und den gesamten Hilfs- und Pflegekräften die Ihren Dienst leisten. Aber auch den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die sich in den Städten und Gemeinden sowie bei der Nachbarschaftshilfe einbringen. Weiterhin den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich im Einzelhandel, bei der Logistik, bei der Müllabfuhr, der Post sowie allen Mitmenschen, die sich nach Kräften dafür einsetzen, um die Versorgung der Bevölkerung aufrecht zu erhalten.

Was wünschen Sie sich für die Gesellschaft für die Zeit nach der Krise?

JOCHEN SCHMITT: In Zeiten der Krise rückt die Gesellschaft näher zusammen, zumindest in den meisten Fällen. Es zeigt sich aber auch Egoismus in Form von Hamsterkäufen und ähnlichen Aktionen. Dies ist für jeden spürbar und im höchsten Maße unsolidarisch. Ich wünsche mir für unsere Gesellschaft, dass wir den Mitmenschen besser wahrnehmen und achten, und dass sich die Menschen auch nach der Krise hilfsbereit zeigen und zusammenstehen.

Teilen
Vorheriger ArtikelAuf gewerbliche Miete verzichten
Nächster ArtikelRuhe bewahren, Geduld haben
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“