Für die Laubenheimer sind die Störche in jedem Jahr seit 1997 immer wieder neue Attraktion. Foto: Helene Braun

LAUBENHEIM – Der Franzl liegt ihm besonders am Herzen, der Namensgleichheit wegen. Von Anfang an hat Biologe Franz Horak die Storchenpopulation im Laubenheimer Ried beobachtet. Jetzt nehmen sie ihre Nester wieder in Besitz, zumeist an derselben Stelle wie im Vorjahr. Das „grüne“ Ortsbeiratsmitglied weiß, dass der NABU etliche Störche in Rheinland-Pfalz beringt und mit Sendern ausgestattet hat. Auf einer Website kann man den Flug verfolgen. So hängt Franzl noch in Marrakesch-Tamensout auf der Deponie ab, während Gattin Sissi schon in Wörth-Rülzheim ist. Sehr früh, schon am 8. März, kamen die ersten im Land an. Auch in Laubenheim ist gut die Hälfte jetzt da. Störche bleiben oftmals längere Zeit zusammen. Gerade sind die dabei, für Nachwuchs zu sorgen. Und sie haben alle Namen.

Für die Laubenheimer sind die Störche in jedem Jahr seit 1997 immer wieder neue Attraktion. Foto: Helene Braun

17 Storchennester findet man auf den Strommasten am Rande des Rieds, auch ein Zeichen für ein funktionierendes Ökosystem. Allerdings vertragen sich Strom und Störche zuweilen nicht so gut, zumal wenn das Nest, der Horst, etwas schlampig gebaut sei, erklärt Horak der Lokalen Zeitung. Hängen dann dickere Äste runter, kann es zu einem Stromschlag kommen, was zwei Nachteile hat: „Der Storch ist hin und ein Stromausfall die Folge.“ Daher haben die Mainzer Netze jetzt die Masten mit kleinen Windrädchen versehen, um die Störche davon abzuhalten, auf den unteren Etagen zu bauen.

Für die Laubenheimer sind die Störche in jedem Jahr seit 1997 immer wieder neue Attraktion. Gab es damals erst zwei Paare, sind es jetzt 17. Franz Horak bedauert, dass noch kein Laubenheimer Storch mit einem Sender ausgestattet ist, da dies noch während des Horstaufenthalts am Jungtier vorgenommen werden muss. „Vielleicht gelingt es jetzt an dem neuen Horst am Kilianshof“, so Horak

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.