Regina Barroso da Silva. Foto: Stadt Ingelheim

INGELHEIM – Nach Deutschland wollte Regina Barroso da Silva eigentlich nicht, als sie nach ihrem Studium der Pädagogik und Philosophie in Rio de Janiero Auslandserfahrung sammeln wollte. 

Aber die Visa für USA waren zu teuer und so kam sie eher per Zufall nach Heilbronn. Nun ist die gebürtige Brasilianerin schon 30 Jahre in Deutschland und sie bereut keinen Tag. Von Anfang an hat sie sich ehrenamtlich engagiert, hat einen Verein, den Brasilianischen Freundeskreis gegründet, der Spenden sammelt für benachteiligte Kinder in Brasilien. Als ihr Mann vor 21 Jahren Arbeit in einem großen Ingelheimer Unternehmen angenommen hat, kam sie mit und engagierte sich als Sprach- und Kulturmittler, Integrationslotse im Landkreis und war auch eine Wahlperiode im Migrationsbeirat. 

Sie hat sich für ihre Aufgabe als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ingelheim einen Berg von Aufgaben vorgenommen und will in ihrer dreijährigen Amtszeit auch etliche Projekte durchführen. Gleichstellung sieht sie nicht einseitig, sie möchte das Zusammenleben von Mann und Frau verbessern, das Verständnis für den jeweils anderen erhöhen. Dass Frauen noch immer geringer bezahlt werden, ist der 55-Jährigen ein Dorn im Auge und Gewalt gegen Frauen sind ihr ein Greuel. „Es gibt keine Rechtfertigung für Gewalt“ plädiert sie mit Nachdruck.

Gerade ist sie dabei, ein frauenpolitisches Netzwerk aufzubauen, um mit Unterstützung von beispielsweise Soroptimistinnen oder Zonta-Frauen, aber auch mit Pro-Familia oder Terre de Femme starke Partner zu bekommen. Für ihre ehrgeizigen Projekte, wie beispielsweise zum Thema Frauen in der Kunst, Altersvorsorge für Frauen oder Coaching zur Stressbewältigung werden sicherlich viele ehrenamtliche Arbeitsstunden, die sie neben ihrem Job leisten wird vonnöten sein.

Ab April bietet sie regelmäßige Sprechstunden abwechselnd in den Stadtteilen an, die separat angekündigt werden.

Kontakt unter 06132/5158642 und Mail gleichstellungsbeauftragte@ingelheim.de.

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