Coronavirus und die Folgen: OB Ebling verkündet die Entscheidungen der Stadt. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Jetzt hat die rasante Ausbreitung des Coronavirus direkte Auswirkungen auf das öffentliche Leben in der Stadt. Die Stadtverwaltung hat mit sofortiger Wirkung verfügt, dass alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abgesagt beziehungsweise untersagt werden. Dies gilt zunächst bis Ostermontag, 13. April.

Darüber informierte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) in einer kurzfristig abberaumten Pressekonferenz. Davon betroffen ist das Heimspiel von Mainz 05 gegen RB Leipzig am 20. März, das damit zum „Geisterspiel“ wird. Betroffen ist auch die Rheinland-Pfalz-Ausstellung, die am 28.März hätte eröffnet werden sollen. Sie wird verschoben. Auf das beliebte Marktfrühstück, das ebenfalls zu diesem Zeitpunkt hätte starten sollen, müssen die Mainzer ebenfalls zumindest vorerst verzichten. Ganz abgesagt wurde der „Mainzer Rheinfrühling“.

„Alles das geschieht im Interesse der Gesundheit der Bürger“, unterstrich der OB. Die geplante Demonstration zu „Fridays for Future“ sei von den Veranstaltern abgesagt worden. Veranstaltungen zwischen 500 und 1000 Teilnehmern bedürfen der Genehmigung seitens des Ordnungsamts der Stadt, führte der Rathauschef weiter aus. Doch das ist noch längst nicht alles: Das Gutenberg-Museum bleibt vorerst geschlossen. Der Landtag wird bis zum 19. April keine Besuchergruppen zulassen.

Während der Pressekonferenz gab der Leiter des Gesundheitsamts, Dietmar Hoffmann, bekannt, dass es in Mainz und im Landkreis offiziell sieben infizierte Personen gebe, fünf mehr als noch am Vortag. „Wir werden alles unternehmen, um eine weitere Ausbreitung des Cornavirus zu verhindern“, unterstrich Ebling.

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