Die Heiterkeit sucht dringend Sängerinnen und Sänger. Foto: MGV Heiterkeit

GONSENHEIM – Mit dem sogenannten Wirtschaftswunder im letzten Jahrhundert setzte auch bald eine neue Bewegungswelle ein. Das Singen aber, das genauso das Gemüt erhellt, hat nach den mageren Jahren dieselbe Begeisterung nicht wiedererweckt. Die Gesangvereine kämpfen um jedes neue Mitglied, damit sie weiterbestehen können. So geht es auch dem MGV Heiterkeit in Gonsenheim. Volker Höfner, 1. Schriftführer, der Elvis von Gunsenum, sagt: „Der traditionsreiche Gesangverein MGV „Heiterkeit“ Mainz-Gonsenheim 1884 sucht dringend Sängerinnen und Sänger, vordringlich für den Sopran sowie für den Bass, damit die Tradition fortgeführt werden kann. Selbstverständlich sind auch Alt-und Tenorstimmen herzlich willkommen bei uns.“

Heute weiß man, gemeinsames Singen steigert das Wohlbefinden, stärkt Abwehrkräfte und Atmung, schützt vor Stimmproblemen und verbindet über alle Generationen und Lebenslagen hinweg. Singen im Chor ist also nicht nur etwas für Überzeugungstäter, sondern kann auch als rezeptfreie und nebenwirkungsarme Therapie mit Spaßfaktor dienen.

Wie schade wäre es, ein solches kostenloses Angebot mit dem Verein verschwände. Aufgrund von Krankheit und Tod hat der Verein einige Sängerinnen und Sänger verloren und ist nun nicht mehr in der Lage, Einladungen für Freundschaftssingen anzunehmen und daran teilzunehmen. Deshalb ruft der MGV Heiterkeit auf: „Meldet euch, ihr Bass-Sänger und Sopranistinnen, wir freuen uns auf euch. Ihr seid auf jeden Fall eine Bereicherung für uns, ja sogar die Retter unseres Gesangvereins. Ansonsten müssen wir damit rechnen, dass beim nächsten Ausfall einer Sängerin im Sopran oder eines Sängers im Bass die Lichter endgültig ausgehen und der MGV „Heiterkeit“ 1884 e.V. Mainz-Gonsenheim Vergangenheit ist, was sehr bedauernswert wäre.“

Geselligkeit wird im Verein ebenfalls groß geschrieben. Im letzten Jahr gab es einen Vereinsausflug an die Mosel, in diesem Jahr soll es zu den Sangesfreunden des MGV Rabenstein im bayerischen Wald gehen. Mit ihnen verbindet der Chor eine langjährige Freundschaft. Statt des traditionellen „Worschtowends“ findet seit zwei Jahren ein Oktoberfest statt. Die Sängerinnen und Sänger singen auch regelmäßig an Weihnachtsfeiern von Arbeiterwohlfahrt und anderen Vereinen sowie natürlich auch an der eigenen Weihnachtsfeier. Das Sommerfest im Jockel-Fuchs-Seniorenheim hat der Chorin den letzten Jahren stets bereichert. Die Gesangsstunden finden immer jeden Freitag von 19 Uhr bis 20.30 Uhr im Mehrzweckraum der Sporthalle in der Rektor-Forestier-Straße 2 statt. Für Geselligkeit ist stets gesorgt.

Ansprechpartner: 1. Vorsitzende Centa Asmus, Tel. 06131 43831 oder Volker Höfner, 1. Schriftführer, Tel. 06136 9262445.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.