Von links: Larissa Kurmatschewa (Klavier), Johanna Rosskopp (Sopran) und Florian Rosskopp (Bariton) führen ihren Liederabend „Kann denn Liebe Sünde sein?“ in der Waldorfschule Finthen auf. Foto: Judith Wallerius

FINTHEN – Ganz der Liebe gewidmet war der Liederabend „Kann denn Liebe Sünde sein?“, den Johanna Rosskopp (Sopran), Florian Rosskopp (Bariton) und Larissa Kurmatschewa (Klavier) gemeinsam in der Waldorfschule in Finthen präsentierten.

Der erste Teil widmete sich zwei Liederzyklen, einmal mit Volksliedern von Johannes Brahms und einmal Auszügen aus dem „Italienischen Liederbuch“ von Hugo Wolf, eingebettet in drei Lieder von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Im zweiten Teil des Abends folgten augenzwinkernde Couplets aus den 1930er und 1940er Jahren, darunter das Titelgebende „Kann denn Liebe Sünde sein?“

„Eigentlich entstand der Liederabend, weil ich Lust auf die Lieder aus den 1930er und 1940er Jahren hatte, die sonst in Liederabende eher nicht mit reingenommen werden“, erzählte Johanna Rosskopp. Sie seien lustig und mal was anderes, und sie zusammen mit ihrem Ehemann Florian Rosskopp aufzuführen mache besonderen Spass.

Johanna Rosskopp (Sopran) und Florian Rosskopp (Bariton) im Zwiegespräch in einem Duett beim Liederabend „Kann denn Liebe Sünde sein?“. Foto: Judith Wallerius

Die Freude am Singen war den beiden auch während des gesamten Abends anzumerken. Mal in Duetten mit Zwiegesprächen, mal abwechselnd in Solostücken, die sich als Vignetten ergänzen und verschiedene Stadien einer Liebesbeziehung durchlaufen, singen und spielen die beiden die mit der Liebe verbundene Bandbreite von Gefühlen. Am Anfang zarte Verliebtheit und Schwärmerei, später Wut, Verzweiflung, gegenseitige Verletzung, bis zum Hass, bis langsam Ruhe einkehrt und man über die Versöhnung erneut zur Liebe findet.

Dabei als dritte Stimme das Klavier, mit dem Pianistin Larissa Kurmatschewa die jeweilige Stimmung mal zurückhaltend, mal dramatisch, mit ebenfalls großer Spielfreude sensibel unterstützt. Sie und die anderen beiden Mitglieder des Trios sind schon seit Studientagen befreundet, und alle drei machen miteinander immer wieder gemeinsame Projekte neben ihren sonstigen Engagements und verschiedener Lehrtätigkeit.

Das Trio wird am 14.3. mit dem gleichen Programm noch einmal in Saulheim auftreten.

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