Andreas Möritz (5. v. l.), Oberbürgermeister Ralf Claus (4. v. r.), Erich Dahlheimer (2. v. r.), Beigeordnete Dr. Christiane Döll (r.) bei der Unterzeichnung. Foto: Stadt Ingelheim

INGELHEIM – Im Fahrradparkhaus wurde eine Vereinbarung zwischen Oberbürgermeister Ralf Claus und den ehrenamtlich Tätigen der Fahrradwerkstatt unterzeichnet. Die Kooperation sieht vor, dass die Rad-Experten, die zweimal im Monat im Mehrgenerationenhaus West (MGH) Radlern mit Rat und Tat zur Seite stehen, künftig als ehrenamtliche Paten die Wartung der sechs im Stadtgebiet verteilten Freiluftfahrradwerkstätten übernehmen.

Die Stadt kommt für die anfallenden Kosten auf. Bei den Freiluftwerkstätten handelt es sich um ausrangierte Fahrräder, die zu Reparaturstationen umfunktioniert sind und Werkzeuge für Radfahrer bereithalten. Bislang war der städtische Bauhof für die Instandhaltung der Werkstätten zuständig.

„Es war aber einfach sehr schwierig für die Stadt, dieser Tätigkeit mit der angemessenen Sorgfalt nachzukommen“, nennt Oberbürgermeister Claus den Grund für die neue Aufgabenteilung. Das Resultat der bisherigen Regelung waren gestohlenes Werkzeug und Werkstätten in schlechtem Zustand, die oft auch ein Ziel von Vandalismus waren, wie Erich Dahlheimer, Fahrradbeauftragter der Stadt Ingelheim, weiß. So wurde eine Station gar Opfer von Brandstiftung. Dabei ist die Nachfrage nach einer nahegelegenen Reparaturmöglichkeit im gesamten Stadtgebiet ungebrochen, es werden bereits neue Standorte geprüft. Sehr zur Freude der Beigeordneten Dr. Christiane Döll: „Die Freiluftwerkstätten tragen maßgeblich dazu bei, dem Fahrrad als wichtigem Verkehrsmittel mehr Sichtbarkeit zu verschaffen.“

Als erstes wollen sich die Ehrenamtlichen der Station an der Selzbrücke annehmen, denn die sehe am schlimmsten aus. „Nach und nach werden dann die übrigen Werkstätten auf Vordermann gebracht. Eine erste Ladung neues Werkzeug ist schon angeschafft“, berichten Andreas Möritz, Wolfgang Stwrtetschka und Klaus Urgast von ihren Plänen. Auch die Einrichtung robusterer Stationen, wie sie in anderen Städten bereits aufgebaut sind, sei mittelfristig eine Option.

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