Pfarrer Thorsten Geiß als Kamel. Foto: Veranstalter

FINTHEN – Wenn am Valentinstag Fassenacht gefeiert wird, dann geht das nicht ohne Karl Valentin, Liesl Karlstadt, Worscht, Wein und Musik. So feierten der evangelische und der katholische Kirchenchor den traditionellen Worschtobend im katholischen Gemeindezentrum St. Martin.

Das Programm eröffnete Diözesanjugendseelsorger Mathias Berger mit dem Protokoll und lenkte sein Augenmerk auf viele der Wunden in Kirche und Gesellschaft. Alfons Kirch als Finther Nationaler zog die Verwirrtheiten der Globalisierung gründlich durch den Kakao. Ganz neu in der Bütt: Sündenfall Eva (Eva Locher). Mit Gesang und Prosa nahm sie die Männer ins Visier.

Liesl Karlstadt (Melanie Schlenger) und Karl Valentin (Robert Maier) sorgten dafür, dass niemand sagen konnte, er hätte in keiner Sekunde nicht gelacht (nach Karl Valentin). Julian Ohler führte gekonnt musikalisch durch den Abend. Sebastian Grohm nahm die große und die kleine Politik als Buchdruckergeselle aus dem Gutenbergmuseum aufs Korn und traf mit scharfer Zunge ins Schwarze. 

Welche Welten sich zwischen Opas schwarzem Telefon und dem Smartphone der Enkelin auftun und wie viel Zeit und Geld man beim Daddeln verspielen kann, karikierten Sabine Kluge und Christoph Storkebaum. Das Männerballett brachte besonders die Damen in Wallung und sich selbst ins Schwitzen.
„Manchmal trifft mich der Schlager“, war das Motto von Thomas Eberhard, der alte und neue Songs süffisant umdeutete. Sinnvollen Unsinn produzierten die beiden „Archäologen“ Lutz Dreyer und Peter Broich, bevor Pfarrer Thorsten Geiß als Kamel nicht durch ein Nadelöhr, sondern in den Vatikan ging und letztendlich wieder gerne in die Krippe von St. Martin zurückkehrte. Nochmal zurück zum Valentinstag führte die Gruppe Regenbogen.

Die Gruppe Regenbogen. Foto: Veranstalter
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