Ida und Heinrich Decker (2. und 3. von links) feierten ihre Eiserne Hochzeit mit Sohn Dieter (1.von rechts) und Schwiegertochter Michaela (1. von links) sowie OB Michael Ebling (oben 1. von links) und Ortsvorsteher Gerhard Strotkötter (oben 2. von links). Foto: Judith Wallerius

LAUBENHEIM – „Singen war unser Leben“, sagt Heinrich Decker, und erzählt, wie er (89) und seine Frau Ida (88), die kürzlich ihre Eiserne Hochzeit gefeiert haben, sich erst durch den Gesang kennengelernt haben. Der Laubenheimer Männerchor brauchte 1950 für die Aufführung einer Operette eine Sängerin, und aus dem Kirchenchor wurde Ida rekrutiert, um gegenüber Heinrich zu singen. Die Proben damals fanden wie die Aufführungen am gleichen Ort statt, wo die beiden auch ihre Jubiläum feiern, im Festsaal des Mainzer Hofs. 

Die Hochzeit folgte 1955. Um Laubenheim treu zu bleiben, bauten die beiden dort ein Haus und zogen zwei Söhne groß. Heinrich Decker arbeitete 37 Jahre als Modellschreiner bei Opel und bildete zusätzlich über eine lange Zeit hinweg als Hobby Schutz- und Suchhunde für die Polizei aus.

Reisen war in ihrem gemeinsamen Leben immer wichtig, von Fahrten auf dem Rhein in selbstgebauten Booten über Wanderungen im Ötztal bis zu Kreuzfahrten mit den Mainzer Hofsängern und weitere Erkundungen der Welt. Eine besondere Vorliebe besteht für den amerikanischen Kontinent, und um sich besser verständigen zu können, nahmen Ida und Heinrich Decker noch mit über 60 als älteste Teilnehmer an Englischkursen in Laubenheim teil.

Verständigung ist für Ida Decker auch in der Ehe wichtig: „Man muss immer reden, jeder muss mal etwas sagen können, und jeder muss auch mal nachgeben.“ Dass man sich gegenseitig helfe sei unabdingbar. Heinrich Decker sieht das ähnlich, und zu den Dingen, die das Leben für ihn lebenswert machen gehört ganz klar: „gut verheiratet sein!“

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