Sie wollen die ziemlich besten Nachbarn im Hartenbergparkquartier werden: Birgitta Funke (1. v. li.) und Mitglieder der IG vor dem Hintergrund der Baustelle für das Wohnprojekt. Foto: privat

HARTENBERG-MÜNCHFELD – Sie wollen die besten Nachbarn werden. Seit Sommer 2019 bastelt eine Mainzer Interessengemeinschaf (IG) am Projekt, das dem gerade zitierten Anspruch genügen will. „Derzeit besteht unsere Gruppe aus acht Personen darunter einem Ehepaar“, erzählt Birgitta Funke, die Sprecherin der Gruppe. „Was uns verbindet? Wir wollen Eigentum erwerben und dabei eine gute Nachbarschaf gewinnen.“

Eine Visualisierung des Projektquartiers im Hartenberg. Foto: EPPLE GmbH

Das Zielobjekt, in dem sie es verwirklichen wollen, ist ein Haus mit 30 Wohnungen. Ein Haus, das es noch gar nicht gibt. „Es entsteht erst auf dem Gelände der ehemaligen Peter-Jordan-Schule und gehört mit zum geplanten autofreien Quartier. „Wohnen im Hartenbergpark“ ist ein Projekt, das die Emag GmbH gemeinsam mit der Wohnbau Mainz GmbH als Bauträger entwickelt, erläutert die Mainzerin. Funke lebt seit ihrer Studienzeit in der Landeshauptstadt. Auf die Vorzüge einer guten Nachbarschaf möchte sie nie mehr verzichten. „Sie ist unendlich viel wert.“ Gleichwohl weiß sie, dass die Gruppe noch ganz im Werden ist.

Die Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen sowie drei Penthäuser, die zur Auswahl stehen, verteilen sich auf fünf Stockwerke und haben eine Größe zwischen 50 bis gut 150 Quadratmetern. „Fünf Wohnungen, die noch nicht vergeben sind, werden öffentlich gefördert“, fügt Funke hinzu. „Zwei der Zweizimmerwohnungen und ein Dreizimmerapartement sind Rollstuhl gerecht, ein weiteres ist barrierearm.“ Die Detailpläne liegen der IG vor.

Wer Interesse am Projekt hat und die potentiellen Nachbarn bei einem Treffen unter Augenschein nehmen will, „kann uns über unsere Homepage kontaktieren“, so Funke. Gerne kurzfristig, sowie es sich für eine unkomplizierte Nachbarschaf gehört, schmunzelt sie. „Es geht um das nebeneinander Wohnen ohne Verpflichtungen, aber mit der praktischen Gewissheit, dass im Urlaub die Blumen gegossen die Katze gefüttert und hin und wieder das Werkzeug geborgt werden kann.“

An gemeinsames Zeitverbringen denken sie natürlich auch. „Aber ohne Gruppenzwang.“ Wenn es gelingen würde, dass alle Projektparteien gemeinsam eine Gemeinschafswohnung erwerben und unterhalten, wäre das Glück aus Funkes Sicht perfekt. „Wir könnten es für Geburtstage, Co-Working, gemeinsame Treffen, Spieleabende oder Feiern nutzen“. Sie betont aber, dass dies derzeit eine Idee ist. Im Quartier sei auf alle Fälle ein Gemeinschafsraum in einer Größe von etwa 100 Quadratmetern geplant und eine Kita. Die ziemlich besten Nachbarn vom Hartenberpark sind für Nachbarn jeden Alters offen.

Kontakt: ziemlich-beste-nachbarn-mainz@web.de

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Gregor Starosczyk-Gerlach
Ich schreibe und fotografiere seit 2013 für die Lokale Zeitung. Die Begeisterung für die Lokalmedien entdeckte ich während des Studiums der katholischen Theologie und habe seit 2007 für Lokalzeitungen, öffentliche Einrichtungen und Online-Medien gearbeitet. Mich fasziniert der wunderbare Alltag. Unterwegs bin ich für Themen in Ingelheim, VG Heidesheim, Budenheim, Rheinhessen, in Mombach, Ebersheim, Hechtsheim.