Eine Wucht: das Ballett „Fuego“. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Was der KCK in dieser Kampagne seinen Sitzungsbesuchern bot, war einfach nur erste Sahne. Und mit der Rückkehr ins Kurfürstliche Schloss nach vielen Jahrzehnten gab es zudem es ein zusätzliches Sahnehäubchen. Im eigentlich als Sitzungsort nicht mehr akzeptablen Kasteler Bürgerhaus fährt der KCK sei einigen Jahren sowieso nur noch seine nicht minder tollen Nachthemdensitzungen.

Ob Kokolores oder politisch literarische Fastnacht, ob gesungen oder getanzt – der KCK bot ein hochkarätiges Programm und kann mit recht darauf verweisen, dass er am 21. Februar zum Gelingen der TV-Sitzung maßgeblich beitragen wird.

Brillant: Bardo Frosch als Chef des Protokolls. Foto: Ralph Keim

Zurück zu den Sitzungen: Schon mit Sitzungspräsident Bardo Frosch als Chef des Protokolls wartet der KCK gleich zu Beginn direkt nach dem Einzug des Komitees mit den Abordnungen der Garden mit einem Highlight auf. Dabei scheut sich Bardo Frosch nicht, mit Blick auf die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche und den Diskussionen um das Zölibat die Finger in zwei heikle Wunden zu legen. Das ist auch deshalb lobenswert, da Frosch seit Jahrzehnten eng mit der Katholischen Kirche verbunden ist.

Johannes Bersch hat „Moguntia“ eine Rolle gefunden, in der er ebenfalls mit den großen und kleinen Skandalen abrechnen kann. Etwas anderes kennt man von Bernhard Knab als „Deutscher Michel“ gar nicht. Seit vielen Jahren brilliert er freiredend und mit geschliffenen Versene, die nie die Grenzen überschreiten. Entsprechend wird Knab auch beim KCK frenetisch gefeiert.

Vielversprechend: Nachwuchsredner Marcel Jakobi. Foto: Ralph Keim

In der Sparte Kokolores hat der KCK mit Marcel Jakobi ein vielversprechendes Talent über den KCK-Fastnachts-Slam entdeckt. Der Gewinner dieser Veranstaltung überzeugte mit seinem Bericht über eine Kreuzfahrt mit der ganzen Familie. Kokolores-Profi Alexander Leber, normalerweise auf der MCV-Rostra beheimatet, gab sich in dieser Kampagne als „Sparfuchs“ beim KCK die Ehre. Ebenfalls ein Altmeister seines Fachs: Detlev Schönauer – in dieser Kampagne als „Frauenversteher“. Als „Frollein Baumann“ kam Markus Weber daher.

Thorsten Ranzenberg als Meenzer Troubadour, die 2.0-Tramps vun de Palz (Dirk Loomans und Reinhard Schwarz), Stimmungssänger Stefan Persch, die Altrheinstromer (dieses Jahr als Meenzer Dienstleister) sorgen dafür, dass der Stimmungspegel zumindest nicht sinkt, teilweise sogar weiter nach oben geht. Und die „Eisbären“ gaben auch als „Gartenzwerge“ eine tolle Figur ab.

Süß anzuschauen: die „Eisbären“ als „Gartenzwerge“. Foto: Ralph Keim

Optische Akzente setzen in jeder Sitzung die Ballett-Formationen. Beim KCK war das auch in diesem Jahr das Ballett „Fuego“. Was Sitzungspräsident Frosch ruhig hätte sagen können: „Fuego“ kommen aus Kostheim, genauer gesagt vom Turnverein Kostheim. Ihr getanztes „Fastnachtsmedley“ war eine Wucht. Nicht minder sehenswert: die Formationen „Elementrix“ mit ihrem Ausflug in die Goldenen 20er und „Fit for Dance“ mit ihrem Ausflug in den Spielzeugladen.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“