Mit Urkunde und Segen wird es offiziell: Dekan Andreas Klodt führte Adrian Ladner in seine neue Pfarrstelle ein. Foto: Helene Braun

HECHTSHEIM – Die Körpergröße verhalte sich nicht proportional zur Länge der Predigt, beruhigte Adrian Ladner die Gläubigen in der evangelischen Kirche in der Lion-Feuchtwanger-Straße. „Ich will lieber viel mit wenig sagen als umgekehrt.“ Groß, mit großen neugierigen Augen und verschmitztem Lächeln begegnet er den Gästen im Einführungsgottesdienst, bei dem ihm Dekan Andreas Klodt die Hände zum Segen auflegte. Nun ist das Pfarrteam nach „erfreulich kurzer Vakanzzeit von wenigen Monaten“ wieder komplett.

Nach erfreulich kurzer Vakanzzeit ist das Pfarrteam in Hechtsheim-West wieder komplett. Foto: Helene Braun

Anfang Januar hatte der 41-Jährige Adrian Ladner die Stelle als Pfarrer im Hechtsheimer Pfarrbezirk West angetreten. Er ist bereits der dritte Pfarrer, der von Alzey nach Mainz wechsele, bemerkte Klodt. Ladners Vorgängerin, Pfarrerin Elke Stein, ging im September in die Gemeinde Nieder-Olm. Für Ladner ist Hechtsheim nun die zweite Pfarrstelle. In Wiesbaden geboren und aufgewachsen, hat Adrian Ladner doch im Studium schon Erfahrungen mit der linken Rheinseite in Mainz gemacht und Weck, Worscht und Woi kennengelernt.

Pfarrer wollte Ladner schon als Kind werden, doch es kam anders. Erst studierte er Latein, Geschichte und Rechtswissenschaften. Als sein Vater starb, beeindruckte die Seelsorge ihn so, dass er seine Meinung wieder änderte und Evangelische Theologie studierte. Es folgte das Vikariat in Ober-Olm und Klein-Winternheim.

Andreas Klodt stellte am Sonntag, an dem 40 Tage nach Weihnachten die Weihnachtszeit ganz offiziell endet und das Fest der Darstellung des Herrn gefeiert wird, den Bezug zur lebendigen Gemeinde her. Gekommen waren Jung und Alt, aus Nah und Fern. „Das ist wie ein Come together aller Generationen, die sich im Tempel treffen, das Gemeindezentrum wird zum Generationenhaus.“ Mit vielen Menschen zusammen zu sein und Interessenausgleich zu betreiben, das habe Ladner von Kindesbeinen als eines von neun Kindern frühzeitig gelernt, sagte Klodt.

Die Lieder, die gesungen wurden, hatte Ladner so ausgewählt, dass auch die Kinder mitsingen konnten, die die angeschlossene Kita besuchen. Zitate von Kindern über Gott hatte er aus Alzey mitgebracht. Diese Bilder, die die Worte hervorrufen, will Ladner mit seiner neuen Gemeinde weiterzeichnen. Mit all unseren Hoffnungen und Träumen.“

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.