Toni Tierwald und Frank sorgten als „Bedienung und Gast“ für Lachstürme bei den Schwarzen Gesellen. Foto: Ralph Keim

LAUBENHEIM – Mit zwei Sitzungen bewiesen die Schwarzen Gesellen, dass sie ganz oben in der Liga der närrischen Korporationen mitspielen. Die altehrwürdige Sporthalle kam mehr als einmal zum Beben während des mehrstündigen Programms.

Und das startete mit einem originellen Einspielfilm: Zur Sitzung müssen die Komiteemitglieder erst einmal herbeitelefoniert werden. Dann endlich war es soweit: Mit dem Einzug des närrischen Rats konnte das Spektakel beginnen. Dabei zeigte das Kinderballett der Schwarzen Gesellen gleich zu Beginn, dass es in diesem Bereich um den Nachwuchs bestens bestellt ist.

Als Chef des Protokolls hatte Peter Häffner so einiges zu berichten, beispielsweise zur Narhalla der Schwarzen Gesellen. Denn die mehr und mehr marode werdende Sporthalle bereitet nicht nur den Fastnachtern Kopfzerbrechen.

Die weiteren Vorträge standen dann unter dem Begriff Kokolores. Toni Tierwald und Frank als „Bedienung und Gast“ servierten dem begeisterten Publikum einen Kalauer nach dem anderen. Klaus Schmitt als Rentner Karl gehört zu den Urgesteinen bei den Schwarzen Gesellen, Nick Stenner, der als 18-Jähriger die Bütt betrat, zu den vielversprechenden Nachwuchstalenten auf der närrischen Rostra der Korporation. Mit Petra Beringer als „Stewardess“ und Helmut Mattes als „Brandschützer“ gab es weitere Gag-Raketen, die im praktisch im Sekundentakt zum  Laubenheimer Narrenhimmel stiegen.

Der Kirchenchor im Blues Brothers-Outfit. Foto: Ralph Keim

Aber musikalisch hatten die Sitzungen selbstverständlich ebenfalls einiges zu bieten: Der Kirchenchors bestach durch gesangliches Können und dem Wechsel des Outfit, die längst legendären Rabensänger durch gesungene Zeitkritik. Und auch das pflegen die Schwarzen Gesellen: Die hohe Kunst des Moritatengesangs brachte Horst Schwertel auf die Bühne.

Der Kirchenchor im biederen Outfit. Foto: Ralph Keim

Eine getanzte Homage an den unvergesslichen Queen-Sänger Freddie Mercury bot das viel umjubelte Männerballett dar. Das Jugendballett und das Damenballett sorgten ebenfalls für musikalische Akzente. 

Mit dem musikalischen Finale endeten schließlich die kurzweiligen Sitzungen der Schwarzen Gesellen.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“