Jürgen Wiesmann als „Ernst Lustisch“ ist in Sachen Kokolores eine sichere Bank. Foto: Ralph Keim

KOSTHEIM – Seit vielen Jahren stehen die Sitzungen des Gesangvereins Liedertafel für eines: Narretei der Extraklasse. Und auch in dieser Kampagne ließ die Sitzung im vollbesetzten Saal des Bürgerhauses keine Wünsche offen. Sitzungspräsident Werner Böttner präsentierte ein erstklassiges Programm voller Höhepunkte und Kurzweil. Das Publikum dankte es der Liedertafel mit begeistertem Applaus.

Nach dem Einmarsch des Komitees, traditionell flankiert von Aktiven zahlreicher Garden, entrichtete zunächst der Mainzer Kinderprinz Finn seine närrischen Grüße. Dann betrat ein absoluter Vollprofi, ein Fastnachtsurgestein die Bütt: Friedrich Hofmann sezierte in seiner Paraderolle als Till die großen und kleinen Skandale – sei es in Mainz oder der großen Bühne des Weltgeschehens.

Nicht minder scharfzüngig: Bernhard Knab als Deutscher Michel, der die politisch-literarische Fastnacht ebenso wie Friedrich Hofmann beherrscht wie kaum ein anderer der Szene. Ob Brexit, Megxit, ob Trump oder Ebling oder Heuss-Brücke – an Themen hat es in den vergangenen Wochen und Monaten wahrlich nicht gemangelt.

Mit Hansi Greb als „Hobbes“ und Jürgen Wiesmann als „Ernst Lustisch“ konnte die Liedertafel auch in dieser Kampagne wieder zwei erstklassige Vertreter der in jeder Sitzung nicht fehlenden Sparte Kokolores engagieren. Auch diesen beiden Rednern war der begeisterte Applaus so sicher wie später Adi Guckelsberger in dessen Paraderolle als Nachtwächter. Später schauten noch „Hotte & Pit“ und „Professor“ Manfred Friedrich herein und feuerten ebenfalls einen Gag nach dem anderen ab.

Gesungene Fastnacht – besonders bei der Liedertafel genießt dieses Genre einen hohen Stellenwert. Mit dem Duo „Die alternativen Bänkelsänger“ (Claus Eckert und Wolfgang Heitz) und den famosen Altrheinstromern (Uwe Hager, Thomas Wucher und Andreas Meyer) setzten hochkarätige Gesangsdarbietungen Akzente.

Das TVK-Männerballett „Die Maingrazien“ in Aktion. Foto: Ralph Keim

Das TVK-Ballett „Fuego“ und das TVK-Männerballett „Die Maingrazien“ begeisterten ebenso wie die Formation „Magic Moves“. Der neue Tag war bereits angebrochen, als die Liedertafel-Sitzung schließlich auf das Finale zusteuerte.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“