Das Mainzer Leihrädersystem soll auch nach Ebersheim kommen. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

EBERSHEIM. Der Ebersheimer Ortsbeirat unterstützt die Verkehrswende. Die SPD beantragte die Ausweisung von zwei Parkplätzen für Car-Sharing in Ebersheim. „Die Mobilität muss sich heute anders darstellen, als dass die Menschen nur mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sind“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hubert Heimann. Vor dem Hintergrund der verkehrspolitischen Diskussion und der Förderung der E- Mobilität durch die Bundesregierung beantragte seine Fraktion außerdem die Installation einer Ladestelle für Elektro- Automobile.

Die Bereitstellung des offenen WLAN in der Ortsverwaltung, dem Sitzungssaal und der Töngeshalle erbat die CDU-Fraktion. „Das Internet ist ein Service für die Bürger, der nicht zuletzt die Arbeit der Vereine stärkt“, begründete Johannes Blüm (CDU) die Bitte. Der Ortsbeirat stimmte allen drei Anträgen zu.

Aus einer Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion ging hervor, dass die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) den Ausbau des Leihrädersystems plant, um die Lücke unter anderem in Ebersheim zu schließen. In der zweiten Jahreshälfte sollen im Stadtteil bis zu drei Standorte untersucht werden, sagte Ortsvorsteherin Anette Odenweller (CDU). Um das Prozedere zu beschleunigen, werde die SPD nach interner Absprache Vorschläge unterbreiten, so Heimann.

Axel Heimann (Grüne) brachte seine Enttäuschung zum Ausdruck, dass sich die Stadt einerseits stark für das Leihradsystem mache, anderseits aber keine finanziellen Ressourcen für die Reinigung und Instandhaltung der Radverbindung zwischen Ebersheim und Hechtsheim habe. „Nur weil es ein Wirtschaftsweg und keine öffentliche Fläche ist. Damit wird eine Chance verpasst.“ Er reagierte damit auf die Antwort des zuständigen Dezernats auf den Antrag seiner Fraktion. Laut der Verwaltung könne „der bauliche Zustand und die Reinigungsqualität der Wirtschaftswege nicht mit öffentlichen Verkehrsflächen gleichgesetzt“ werden und bleibe „deutlich hinter diesen zurück“. Finanziell sei eine Reinigung derzeit nicht zu leisten.

Wie die Ortsvorsteherin informierte, wird im März die mobile Trennwand in der Töngeshalle eingebaut. Im Juni sollen dann die Planungsergebnisse für die Erneuerung der Schulturnhalle vorgestellt werden.

Aus dem Ortsbeirat schied Corinne Herbst aus. Ihren Platz nahm Gerd Bennemann (beide SPD) ein. Die Sozialdemokratin wird dem Gremium gleichwohl als Stadtratsmitglied mit beratender Stimme erhalten bleiben. Die Absicht, ihr Mandat niederzulegen, kündigte außerdem Dominika Oswald (Grüne) an.

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