Sitzungspräsidentin Anna Kusche überzeugte mit einem pointierten Protokoll. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM – Fest in närrischer Frauenhand war jetzt die gut gefüllte TSG-Halle bei der gelungenen 8. Damensitzung der Bretzenheimer Schnattergänsjer. Die bestens aufgelegte Sitzungspräsidentin Anna Kusche führte durch einen vierfarbbunten Mix aus Vorträgen, Tänzen, Musik und Akrobatik. Da war für jede Schnattergans etwas Passendes dabei.

Die Schnatterbixe sangen Schlager der 70er bis 90er. Foto: Oliver Gehrig

Erstmals nach sieben Jahren stieg Anna Kusche auch selbst in die Bütt und überzeugte mit einem geschliffenen Protokoll mit viel Lokalkolorit. Das noch immer geschlossene Bretzenheimer Rathaus, die Feier „150 Jahre Freiwillige Feuerwehr“, die neue Narrenkappe der Gänsjer, die OB-Wahl und die Kommunalwahl sowie die Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke und die Helauspur waren einige der Themen. Die ständigen Kassenbons empfiehlt die Protokollerin als neue Tapetenverzierung. Unterhaltsam war auch der „Urlaub ohne Kinder“, den Andrea Ewald vortrug. Allgäu, Nordsee, Kroatien und der „Urlaub auf Balkonien“ standen zur Auswahl. Im Zwiegespräch brillierten Vorsitzende Nina Steinbach und Schatzmeisterin Ursula Krämer. „Ich hab kei Falte, weil ich so e kleines bisschen runder bin“, bekannte Letztere.

„Ich danke stets, dass ich kein Mann/ mit 60 fängt das Leben an!“, propagierte Regina Ebert, die kräftig gegen das vermeintlich starke Geschlecht austeilte, am Ende aber versöhnliche Worte fand. Für diesen tollen Beitrag gab es Standing Ovations und Zugaberufe. Bretzenheimer Tratsch im Café Nolda erzählten sich Ursula Krämer, Hiltrud Fuhrmann, Doris Schmitt und Christina John. Als „Smart-Omi“lud Reni Beck zum Flashmob im übervollen Arzt-Wartezimmer ein. „Wir wollen jetzt zum Doktor!“, brüllte sie gemeinsam mit dem Auditorium.

Zwischendurch machte das Mainzer Prinzenpaar Prinz Heinrich II. und Jacqueline I. den Schnattergänsjer seine Aufwartung. Da wurden bei Anna Kusche nostalgische Gefühle wach –war sie doch 2012 selbst Mainzer Prinzessin.

Die Watschels präsentierten ein Ballett unter dem Motto „Vom Tellerwäscher zum Millionär“. Foto: Oliver Gehrig

Ein schönes Ballett zeigten die sieben „Watschels“ (Leitung: Maria-Luise Reitz-Töller) unter dem Motto „Vom Tellerwäscher zum Millionär“. Zu zahlreichen Kostümwechseln erklangen Hits wie „Ich wär so gerne Millionär“ und „She works hard for the Money“. Ein getanztes „Marktfrühstück“ präsentierte das TMS-Ballett (Leitung: Melanie Hüwel und Beate Gerhardt) zum „Fleischworscht-Blues“. Die 16 Tänzerinnen erfreuten mit schönen vierfarbbunten Kostümen. TMS steht übrigens für „Tanzen macht Spaß“. Viel Beifall gab es auch für die beiden Männerballetts: die Steinzeitmenschen der Jakobiner (Leitung: Tanja Kieber und Anne-Marie Wessa) und die Ägypter von „Body in Motion“ des CKV. Da wollten die 50 Jahre alten Mainzer Klinikathleten (Leitung: Lothar Schlömer) mit ihrer sehenswerten Akrobatik im OP-Saal 11 nicht hinten anstehen.

Die Zippelkappe sangen „Ich ess so gern Tomatenmark, obwohl ich kee Tomate mag“. „Ring of Fire“ schmetterte der Musikzug der Jakobiner (Leitung: Kevin Klotz). Die Schnatterbixe sangen schöne Schlager der 70er bis 90er. So skandierte etwa Eva Müller „Wunder gescheh‘n“ in Anlehnung an die Geburt ihrer Tochter. Mit dem Finale der Schnatter-Sisters und „Ole Fiesta“ endete die sehenswerte Sitzung.

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