Hotte & Pit (Horst Siegholt und Pit Karg) brachten Kokolores pur auf die KCK-Bühne zur Nachthemdensitzung. Foto: Ralph Keim

KASTEL – Wenn im Publikum die Farbe Weiß dominiert und wenn die meisten Besucher aussehen, als kämen sie gerade aus dem Bett, so kann das nur eines bedeuten: Nachthemdensitzung beim KCK. Auch in diesem Jahr begeisterte die Traditionskorporation mit zwei neuen Auflagen der vor etlichen Jahrzehnten legendären Art einer Sitzung.

Und auch das gehört zum Konzept: Zunächst steht ein straffes Programm an, danach ist Party angesagt. Und das Konzept geht voll und ganz auf, wie die beiden Sitzungen im Bürgerhaus von Kastel bewiesen.

Mit Meenzer Liedern und dem fulminanten Auftritt der Spaßmacher Company starteten die Nachthemdensitzungen, bevor Johannes Bersch als Trendforscher Reiner Kappes den ersten Frontalangriff auf das Zwerchfell der Sitzungsbesucher startete. Gepflegte politisch-literarische Fastnacht ist das Markenzeihen von Thomas Kaiser. Als „Meenzer Stadtschreiber“ ließ er das Geschehen jenseits der gesperrten Theodor-Heuss-Brücke Revue passieren, inklusive OB-Wahl.

Mit Hotte & Pit (Horst Siegholt und Pit Karg) gab es den nächsten Kokolores-Angriff, was nur noch von Sebastian Reeg als Junggeselle auf Frauensuche getoppt wurde. Selbstverständlich gab es auch bei den Nachthemdensitzungen noch jede Menge Livemusik: Die „Sopranixen“ (Julia Gauß, Anke Haas, Agata Siebert und Natalia Bashtanenko gaben als musikalische Ernährungsberaterinnen alles, um das Publikum zu begistern. Aber auch die „Alternativen Bänkelsänger“ (Claus Eckert und Wolfgang Heitz) sangen sich problemlos in die Herzen der Sitzungsbesucher. 

Das KCK-Ballett „Inkognito“ sorgte als „Starlight Robots“ für ein weiteres optisches Ausrufezeichen, während die „Altrheinstromer“ aus Ginsheim auch in diesem Jahr ein Garant für Topqualität sind. Ihr Auftritt läutete das Finale der Nachthemdensitzungen ein.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“