Die MCV-Zug-En(d)te fährt jetzt elektrisch. Foto: MCV

MAINZ – Es war ein voller Erfolg für die MCV-Zug-En(d)te, die erstmals mit einem Elektromotor auf Reisen ging, um zu sehen, ob sie fit genug ist für den kommenden Rosenmontagszug. Zwölf Kilometer mit Steigungen und „stop and go“ von der MCV-Wagenhalle bis zum Flughafen Finthen hatte sich das Ententeam des MCV um den Entenvater Dieter Wenger und den MCV-Entenbeauftragten Ulrich H. Drechsler vorgenommen, damit die MCV-Zug-En(d)te in ihrem 30-jährigen Jubiläumsjahr auch wirklich die rund sieben Kilometer lange Zugstrecke am 24. Februar bewältigen kann. 

60 Minuten dauerte die reine Fahrtzeit über Mombach, Gonsenheim und Finthen. Nach einer Berg und Tal-Fahrt hat sie schließlich das Ziel erreicht und wurde vor Ort von einer jubelnden Fangemeinde begrüßt.

Das ständige Anfahren und der Anstieg ins Finther Bergdorf haben die Batterie gefordert und gezeigt, dass die MCV-Zug-En(d)te den Anforderungen gerecht wird. Während der Fahrt speicherten die beiden Elektroingenieure, Roland Venohr und Sebastian Lüft, alle Parameter des Motors, um eine Aussage über die Nutzlast treffen zu können. Mit 35 Prozent Batteriekapazität kam sie schließlich am Finther Flughafen an. Das Fazit der Ingenieure: den Rosenmontagszug wird die Ente souverän überstehen. 

„Die Zugente ist ein Symbol des MCV“, ergänzte MCV-Präsident Reinhard Urban, „und wir sind überaus froh, wenn sie sozusagen klimaneutral beim Rosenmontagszug mitfährt und vor allem das Ziel erreicht.“ Auch Ulrich H. Drechsler war mit dem Stresstest sehr zufrieden: „Ich bin stolz, dass alles geklappt hat“.

Hintergrund: Seit einigen Jahren waren die Einsätze der MCV-Zug-En(d)te am Rosenmontag immer wieder ins Stocken geraten und das trotz ehrenamtlicher Generalüberholung des eingebauten Käfermotors. So entstand im vergangenen Jahr beim MCV die Idee, den knallgelben Sympathieträger der Mainzer Straßenfastnacht einen neuen Antrieb zu verpassen. Und weil auch bei der Meenzer Fastnacht das Thema Nachhaltigkeit immer stärker in den Fokus rückt, wird die MCV-Zug-En(d)te künftig rein elektrisch fahren. Für die Runderneuerung bedurfte es einer finanziellen Kraftanstrengung. 5000 Euro brachte allein ein Benefiz-Minigolfturnier ein, dass der MCV unter dem Motto „Rettet die MCV-Zug-Ente“ am 10. August 2019 auf dem Gelände des 1. Mainzer Minigolf-Clubs im Hartenbergpark veranstaltet hatte. 

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