Vor 100 Jahren geboren: Karl Delorme. Foto: SPD

MAINZ – Die SPD erinnert an Karl Delorme, der vor 100 Jahren, am 23. Januar 1920, in Mainz geboren wurde. „Karl Delorme hat die Lebensbedingungen in unserer Stadt über Jahrzehnte mit geprägt“, sagte der SPD-Vorsitzende Johannes Klomann. „Seine Werte und Leitlinien haben Bestand, sie bieten immer Orientierung. Davon lassen wir uns in der Mainzer SPD auch heute leiten.“

Als Karl Delorme 1957 Sozialdezernent wurde, habe er sich enormen Aufgaben stellen müssen, erklärte Klomann. „So musste die Wohnungsnot der 1950-er und 1960-er Jahre bewältigt, die Sanierung der Altstadt in Angriff genommen und das soziale Leben in Mainz neu gestaltet werden. Alles das ist ihm gelungen. Und es ist ihm in einer Weise gelungen, die das Wohlergehen der Menschen fest im Blick hatte. Er hat für bezahlbaren Wohnraum gesorgt, er hat mit großen Geschick die Interessen in der Altstadt ausgeglichen.“

Unter Karl Delormes Verantwortung sei das erste Altenheim in Rheinland-Pfalz entstanden, die Kinderbetreuung ausgebaut und das Hilfsangebot für Menschen, die besondere Unterstützung der Gemeinschaft brauchten, vergrößert worden.

Weiter erinnerte Klomann daran, dass viele Volksfeste und Kulturveranstaltungen in Mainz direkt oder indirekt auf Karl Delorme zurückgingen, so das Johannisfest, das Open Ohr Festival oder die Reihe „Mainz lebt auf seinen Plätzen“, ebenso der „Tag des ausländischen Mitbürgers“, die heutige Interkulturelle Woche. 

Karl Delorme sei vielfach ausgezeichnet worden, etwa mit dem Großen Bundesverdienstkreuz, dem Landesverdienstorden und der Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Mainz. „Die SPD, die ihn für sein politisches Wirken zum Ehrenmitglied bestimmte, würdigt ihn mit einem Preis, der nach ihm benannt ist“, sagte Klomann. „Mit dem Karl-Delorme-Preis zeichnen wir gesellschaftliche Gruppen, Vereine, Initiativen oder Personen Mainz aus, um damit ihr außergewöhnliches soziales Engagement anzuerkennen.“

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