Seit dem Tag ihrer Wahl (Foto) ist Anette Odenweller im Einsatz für Ebersheim. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

EBERSHEIM. Ebersheim hat seit der vergangenen Kommunalwahl eine christdemokratische Ortsvorsteherin. Anette Odenweller setzt auf Kommunikation und hat bisher zwei Erfolge verbuchen können. Die Angelegenheit des Erbes, das eine Bürgerin dem Stadtteil geschenkt hat, verläuft in geregelten Bahnen. Über die offenen Fragen bleibt man mit der Stadtverwaltung im Kontakt. Zum anderen ist es dem Ortsbeirat und der Stadt gelungen, die Postfiliale nach Ebersheim zurückzuholen.

Lokale Zeitung: Wie haben Sie den Jahreswechsel zum Kräfte tanken genutzt, Frau Odenweller?

Traditionsgemäß ging es nach Weihnachten in den Bayerischen Wald um mit Freunden und Verwandten Silvester zu feiern und das neue Jahr zu begrüßen. Ich musste zwar am 1. Januar zurück, aber die Zeit mit Freunden und Verwandten war sehr schön und intensiv, da konnte ich gut Kräfte tanken.

Lokale Zeitung: Nach fünf Monaten im Amt können Sie bereits Erfolge vorweisen: Die Erbangelegenheit (Anwesen Müller) liegt in ruhigen Gewässern und die Ebersheimer haben die Poststelle wieder. Was darf der Bürger 2020 vor Ort von Ihnen erwarten?

Ja, in Ebersheim ist es ruhiger geworden, aber dennoch wird viel angepackt und bewegt, 2020 wird spannend. Ich werde mein Wahlprogramm abarbeiten und wie immer nah bei den Leuten sein, um ihre Bedarfe mitzunehmen. Die Einrichtung einer Tagespflege oder die bauliche Erweiterung der Grundschule sind Themen, die 2020 zu klären sind, genauso wie das Radwegenetz mit Radschnellweg nach Mainz und die Rheinhessenstraße, um nur einige Themen zu nennen. Ich habe mir viel vorgenommen und Sie können davon ausgehen, dass es nicht langweilig wird.

Lokale Zeitung: Das Gewerbe warnt, dass Ebersheim zu einem Schlafort wird, wenn die Unternehmer keine besseren Entwicklungsbedingungen – vorrangig neues Gewerbegebiet – vorfinden, wie sehen Sie das?

Das sehe ich ganz genauso, hier gilt es die Rahmenbedingungen zu optimieren und die Ansiedlung neuer Gewerbetreibenden zu ermöglichen. Unser Gewerbegebiet ist klein und die Kapazität ist erschöpft, da ist eine Erweiterung dringend notwendig und natürlich auch die notwendige Infrastruktur zu schaffen.

Lokale Zeitung: Wie sehen Sie Ihre Arbeit im Ortsbeirat?

Wie versprochen halte ich zu allen Fraktion Kontakt. Als Ortsvorsteherin habe ich neutral zu sein, dies halte ich auch strikt ein, gute Ideen und Anträge unterstütze ich natürlich. Egal von welcher Fraktion sie gestellt werden.

Lokale Zeitung: Was sind Ihre politischen Wünsche für 2020?
Ich wünsche mir ein gutes konstruktives Miteinander im Ortsbeirat, um für Ebersheim das Beste erreichen zu können.

 

Lokale Zeitung: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Gregor Starosczyk-Gerlach

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