„Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sind wir zufrieden“, so Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Heinricht. Foto: Helene Braun

MAINZ – Keine Bilanzpressekonferenz, bei der Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Heinricht nicht eine neue Produktsensation vorstellt. Diesmal schlägt SCHOTT ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte von Covergläsern auf. Im letzten Jahr vorgestellt, zeigen sich jetzt Möglichkeiten zur Nutzung des ultradünnen Glases auf. Damit ist die Smartphone-Zukunft faltbar. In den nächsten Wochen erst aber wird der Konzern bekanntgeben, mit welchem Handyanbieter die nächste große „Xensation“ starten soll. 

So setzte die SCHOTT AG auch im Geschäftsjahr 2018/19 ihren Wachstumskurs fort. Bei Pharmaceutical Systems gehört SCHOTT zu den weltweit führenden Anbietern. Der Umsatz des internationalen Technologiekonzerns stieg um 5,1% auf rund 2,2 Mrd. Euro. Leicht verbessert werden konnte das operative Ergebnis (EBIT), das nunmehr bei 275 Mio. Euro liegt. Der Konzernjahresüberschuss beträgt 206 Mio. Euro. Zum erfolgreichen Geschäftsjahr haben alle drei Segmente – Precision Materials, Optical Industries und Home Appliances – beigetragen. Dagegen war die schwierige Lage der Automobilindustrie auch bei SCHOTT spürbar. Gleichzeitig bieten Zukunftsthemen, wie autonomes Fahren und Elektromobilität, neue Chancen für Spezialgläser.

Für Investitionen in Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr 257 Millionen Euro aufgewendet, ein Plus zum Vorjahr von 38%. Fertiggestellt wurde unter anderem der Ausbau des Glaskeramik-Kompetenzzentrums im Werk in Mainz, um die hohe Nachfrage nach ZERODUR® Glaskeramik zu bedienen. Die größte Auslandsinvestition war der Ausbau der Fertigungskapazitäten eines Werkes in Indien sowie der Bau einer neuen Fabrik in China.

Bei der Vorstellung der Bilanz wies Finanzvorstand Dr. Jens Schulte darauf hin, dass die Eigenkapitalquote mit 32% auf einem soliden Niveau geblieben sei. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 16.200 Beschäftigte, davon 5.800 in Deutschland. Im Bereich M&A Transaktionen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den Erwerb des Marktführers MINIFAB das Diagnostik-Geschäft um Kunststofflösungen erweitert werden.

Für das Geschäftsjahr 2019/2020 plant SCHOTT mit 320 Mio. Euro die höchsten Investitionen in seiner Firmengeschichte. Einen Schwerpunkt hierbei bilden Kapazitätserweiterungen im Geschäft mit Pharmaverpackungen in China und Indien. In Deutschland wird SCHOTT unter anderem in Müllheim im Bereich Pharmaverpackungen sowie in Mainz und Jena in seine Fertigungskapazitäten bei Spezialgläsern investieren. Gleichzeitig will SCHOTT sein Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz verstärken. 

Teilen
Vorheriger ArtikelLebendige Silhouette von der Vilzbach
Nächster ArtikelEhrenamtlich den Saal aufgemischt
Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.