Ortsvorsteherin Tatiana Herda Munoz wirbt für das Reservierungssystem für Vereine zum neuen Bürgerhaus. Foto: Oliver Gehrig

HECHTSHEIM –Die Wiederbelebung der vor einigen Jahren mangels Resonanz ausgelaufenen Hechtsheimer Stadtteil-AG ist eines der wichtigsten Ziele von Ortsvorsteherin Tatiana Herda Munoz (SPD) im neuen Jahr 2020. Diese Stadtteil-AG soll projektbezogen arbeiten. „Es ist mir wichtig, etwas Fassbares auf die Beine zu stellen“, betont Munoz. Bereits mehr als 50 Interessierte wollen mitmachen. Im Projekt„Sauberes Hechtsheim“ wurde jetzt als erste Aktion das Weinanbaugebiet Kirchenstück gereinigt. Weitere Projekte haben die Titel Fotowettbewerb, Grillplatz, HeLi-Filmfest, Foodsharing, Hechtsheim lebt auf seinen Plätzen, Kauf vor Ort, Fest der Kulturen, Kunst vor Ort und Plastik raus aus dem Stadtteil. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN sind die Prämisse. „Diese Ziele müssen wir immer mehr sichtbar machen“, fordert Munoz.

Das neue Hechtsheimer Bürgerhaus wird wegen einer weiteren Verzögerung nun voraussichtlich erst im Mai eröffnet. Neben der Ortsverwaltung ziehen dann auch der Seniorentreff und das Jugendzentrum ein. „Wir haben ein tolles Gebäude“, betont Munoz. „Ich möchte alles dafür tun, dass wir es mit Leben erfüllen.“ Einen Aufschrei der Vereine gab es bezüglich des Buchungssystems der Räumlichkeiten, die vielen zu teuer erscheinen. „Ich kann den Ärger verstehen, aber Vereine haben 50 Prozent Mietnachlass auf den großen Saal“, erklärt die Ortsvorsteherin. Zudem können Vereine online einen Antrag stellen auf Mietunterstützung. Alle Säle sind über den Förderverein Bürgerhäuser GmbH über www.mainzer-buergerhaeuaser.dezu mieten. Neben dem 454 Quadratmeter großen Rheinhessensaal für bis zu 500 Personen auch die fünf kleineren Räume für 20 bis 80 Personen. „Es ist total transparent“, wirbt Munoz. „Es ist eine der ersten Mainzer Plattformen, auf der man digital buchen kann.“

Die Ortsvorsteherin hat viele weitere Pläne und möchte im Bürgerhaus zweimal im Jahr einen Tag der Bürgerinnen und Bürger anbieten. Dort sollen in einem Projekt-Marktplatz Ideen vorgestellt werden. Für Senioren und Jubilare soll es im Bürgerhaus alle zwei Monate ein Tanz-und Geburtstagscafé geben. Und mit den Hechtsheimer Jugendlichen will sich Munoz alle drei Monate in der IGS zu „Pizza und Politics“ treffen und Ideen und Wünsche aufnehmen. Der eigene Newsletter der Ortsvorsteherin ist demnächst über Reflecta Network, einer digitalen Plattform der Stadt Mainz, erhältlich. Dort macht sie auf Veranstaltungen aufmerksam und es gibt eine digitale Karte zum Mitmachen.

Ein gemeinsames Ziel des Ortsbeirates ist die Verschönerung des Ortskerns. So soll etwa der Lindenplatz für Menschen geöffnet werden. Die Ortsvorsteherin möchte auf dem Lindenplatz in einigen Monaten einen Frühlingsempfang mit Musik anbieten.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.