Immer wenn genug Spenden beisammen sind, organisiert Schwester Daniela Metz eine Fahrt zu Flüchtlingen. Foto Helene Braun

FINTHEN – Daniela Metz hat sich zum Ziel gesetzt, dem Gründer des Klosters der Schwestern von der Göttlichen Vorsehung auch weiterhin nachzueifern. Auch wenn sie das Alter spürt, kümmert sich die über 80-Jährige seit Jahren um Flüchtlinge, sammelt Spenden für sie und organisiert die Fahrten zu den Menschen in den verschiedenen Unterkünften. Wilhelm Emmanuel von Ketteler, der „Erfinder“ der sozialen Arbeit, ist ihr großes Vorbild. Sie selbst ist mittlerweile bei der 199. Fahrt angelangt und rüstet schon für die 200. Dazu sollen die Finther wieder tüchtig spenden, Schuhe, Kleider, Bettwäsche, Hygieneartikel und nicht zuletzt und immer wieder Fahrräder. Kleidung für junge Männer ist für Zornheim besonders gefragt, denn hier geht es um jugendliche Flüchtlinge ohne Begleitung.

Wo sie normalerweise die Männer des Ortes einspannt als Fahrer, sind es diesmal die Malteser selbst, die die Sachen abholen, die Schwester Daniela säuberlich gestapelt und verpackt hat. Helfer findet sie irgendwie immer in Finthen. Früher war es oft Herbert Schäfer, der den Job übernahm, der wurde diesmal gar nicht gebraucht.

Ganz schlicht begründet Schwester Daniela Metz ihr Engagement: „Ich möchte einfach helfen.“ Und fügt an: „Schreiben Sie doch: Sie kann´s nicht lassen“. Die Fahrten, die sie normalerweise begleitet, gehen in die Unterkünfte in der Alten Ziegelei, Ingelheim, heute sei Zornheim mit dem Bruder-Klaus-Haus der Hauptabnehmer. Im Transporter fanden sich schließlich Fahrräder, Kleidung, Geschirr und andere nützliche Dinge für den täglichen Gebrauch. Die Stationen wechselten, die Fahrer ebenso, immer dabei war Schwester Daniela. Sie sagt: „Im Alter möchte ich ein Segen sein für andere.“

Die Spenden kann man im Kloster in der Poststraße 71 zwischen 15 und 18 Uhr abgeben.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.