Ortsvorsteher Stephan Lauer hofft auf eine zügige Bebauung des ehemaligen Kostheimer Linde-Areals. Archivfoto: Oliver Gehrig

KOSTHEIM – Die Umwandlung des ehemaligen Linde-Areals an der Kostheimer Landstraße in ein schmuckes Wohngebiet ist das Topthema in Kostheim, wenn Ortsvorsteher Stephan Lauer (CDU) auf das gerade angelaufene Jahr 2020 blickt. Nachdem die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung den Bebauungsplan im September 2019 durchgewinkt hat, kommt nun langsam Bewegung in das Projekt. „Im Frühjahr oder Sommer ist mit der fertigen Baugenehmigung für das Quartier zu rechnen“, sagt Lauer. „Dann ist Zeit, um die ersten beiden Häuser zu bauen.“ Nach dem Abriss der Fabrikbauten sehe das Areal zurzeit wie eine komplette Wüste aus. Lauer: „Es wird Zeit, dass Bewegung in das Projekt kommt.“ Aufgabe des Ortsbeirates ist es, Straßennamen zu finden. Die ersten beiden Vorschläge „An der Lache“ und „Barbarossastraße“ wurden von der Stadt abgelehnt, da es ähnliche Namen bereits in Wiesbaden gibt. Die neuen Namen sollen auf alle Fälle einen Bezug zu Kostheim haben, betont der Ortsvorsteher.

Noch Zukunftsmusik ist das geplante gemeinsame Bürgerhaus für Kastel und Kostheim am Gückelsberg. OB Gert-Uwe Mende (SPD) hofft, dass das Bürgerhaus in zwei Jahren realisiert ist. Doch zunächst müssten Aldi, Rewe und der Drogeriemarkt umziehen, erst danach starte die Bebauung, betont Lauer. „Ich glaube nicht, dass das so schnell geht, das wird uns noch eine Weile beschäftigen.“ Der in der Ortsverwaltung ausliegende Entwurf des neuen Bürgerhauses sei gelungen, die genaue Aufteilung der Räume sei aber noch unklar.

In der Hauptstraße entstehen auf dem früheren Perimed-Gelände acht Eigentumswohnungen eines Bauträgers aus Lörzweiler. Noch mehr Wohnungen entstehen gegenüber auf dem alten Gelände des Weinguts Wann. 40 Prozent seien bereits verkauft. „Das wird Alt-Kostheim verändern“, prognostiziert Lauer.

Unzufrieden ist der Ortsvorsteher mit der Pflege des Kostheimer Mainufers, besonders im Bereich vor St. Kilian. „Dieses Stück müsste besser gepflegt und schöner gestaltet werden“, fordert Lauer die Stadt auf. Probleme bereitet auch der neue Busfahrplan, besonders die Verlegung der Linie 56 vom Bürgerhaus. Für ältere Menschen seien die weiten Wege unzumutbar, betont Lauer. „Wenn mehr Menschen auf den ÖPNV umsteigen sollen, muss das Angebot attraktiver werden.“

Mit einem großen Festprogramm feiert die Concordia dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Dazu gehört etwa ein Tanz in den Mai mit der Band Jammin‘ Cool am 30. April und ein Musikabend mit Fastnachter Andy Ost am 2. Mai.

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.