Angelika Riske, Stadtbürgermeister Jochen Schmitt, Beigeordneter Norbert Engel und Otto Schätzel und die gesamte Familie fruen sich über die Ehrung. Foto: kga

NIERSTEIN – Angelika Riske weiß, wie man Menschen dezent an das Medium Buch heranführen kann. Als Stadtbürgermeister Jochen Schmitt zu ihrem 25-jährigen Jubiläum als Leiterin der Stadtbibliothek im Rathaus gratuliert und offen und ehrlich bekennt, „ich bin leider kein Bücherwurm“, hat Riske gleich die richtige Antwort parat: „Was nicht ist, kann ja noch werden.“ Nach einem Vierteljahrhundert im Dienste der Niersteiner „Leihbücher“ kennt sie sich aus.

Besonders auch in den letzten Jahren hat sie sich stark gemacht, um das Medium, das in ungeahnte Fantasiewelten oder aber auch wissenschaftlich unbekannte Gebiete führen kann, dem Publikum schmackhaft zu machen. „Onleihe“ heißt das Projekt, das seit 2017 in der Rheingemeinde auf großen Anklang stößt und es Lesern ermöglicht, rund um die Uhr Bücher leihweise auf den heimischen Computer oder das Tablett zu laden, Ausleihe online, für gerade mal 8 Euro im Jahr.

25 Jahre im Dienste des Buches, 25 Jahre im Dienste Niersteins, Grund genug, der Bibliotheksleiterin bei einer kleinen Feierstunde im Rahmen ihrer Familie Danke zu sagen. Schmitt überreichte eine Urkunde und einen Blumenstrauß und hatte dazu noch als Geschenk eine Freikarte zum Sommerkonzert von Johannes Oerding im Stadtpark. Riske war sichtlich angetan von dem Trubel, der um sie gemacht wurde. „Heute stehe ich im Mittelpunkt“, lachte sie gut gelaunt ihren beiden Enkelchen entgegen, gab sich ansonsten aber bescheiden.

Sie könne sich gar nicht mehr erinnern, dass der Umzug der damaligen Gemeindebücherei aus den Kellerräumen des Rathauses mit auf eine von ihr gestellten Bedingung zurückgeht. „Sie hat damals adäquatere Räume für die Bücher verlangt“, erzählte Schmitt. So kam es, dass die Bibliothek schon kurz nachdem Riske die Leitung übernahm, in die zentraler gelegene Bachgasse umzog, dorthin, wo zuvor die Post ihren Sitz hatte. Später zogen sämtliche Bücher noch einmal um ins Haus der Gemeinde, wo die Stadtbibliothek heute ihren Sitz hat.

„Es ist schön, wenn man sieht, wer hinter dem Erfolg unserer Bücherei steht. Du hast dich mit Herzblut eingebracht“, erklärte Schmitt, weshalb es nun an der Zeit sei, einmal persönlich Danke zu sagen für den Dienst für die Allgemeinheit. Riske habe die Bücherei zu einer modernen Bibliothek aufgebaut, die heute vernetzt mit vielen anderen Bibliotheken in ganz Rheinland-Pfalz besonders auch von der digitalen Ausleihe lebt. Aber auch mit regelmäßigen Lesungen in den Räumen der Bibliothek gelingt es, Menschen für das Buch zu begeistern.

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