Der Vorstand der Meenzer Narrengarde v.l.: Rainer Dort (2. Vorsitzender), Simone Lauer (Schatzmeisterin), Bernd Lauer (Vorsitzender) und Adolf Kleber. Foto: Helene Braun

GONSENHEIM – Guten Mutes, wie es den Anschein hatte, startete die neue Meenzer Narrengarde (MNG) bei ihrer Ordensfeier in die Kampagne. „Wir feiern das erste Ordensfest“, verkündete in der Weserhalle lautstark der Vorsitzende Bernd Lauer. Der erste Orden, die erste Kampagne, der erste Vortrag eines kritischen Engels, vieles geschieht zum ersten Mal, doch für Bernd Lauer ist es das nicht. Schon einmal war er Vorsitzender eines Carnevalvereins. Zu Wechsel und Neugründung sagte er: „Wir wollten die Schnitzel abschaffen und eine neue Uniform tragen, das führte zu Differenzen.“

Nun tragen sie die vierfarbbunte Uniform, die, die am 5. Juli vergangenen Jahres im Gonsenheimer Bürgerhof mit elf Leuten die Meenzer Narrengarde ins Leben riefen. Das neue Konzept heißt Kneipenfastnacht. „Wir möchten damit einem Trend nachkommen, der immer mehr Freunde findet, und neuen Fastnachtstalenten eine überschaubar kleine Bühne bieten, um erste Erfahrungen zu sammeln und Konzepte auszuprobieren“, erklärte Lauer. Gemeinsame Besuche von Fastnachtssitzungen im Rhein-Main-Gebiet sollen ebenfalls zu den Aktivitäten der neuen Garde gehören. Angebote für Kinder und Jugendliche sollen den Eintritt in die Garde attraktiv und interessant machen.

Als Sitzungspräsidentin konnte Lauer Martina Kirch von der Mombacher Prinzengarde gewinnen. Acht Sitzungen in Kneipen von Gonsenheim bis Mainz soll es geben, das Programm war einer ersten Probe bei der Ordensfeier unterzogen und das Publikum zeigte sich erfreut und überrascht. „Fer umme und mit ganz viel Herz“, sagte Kirch über die geplante Wertschaftsfassenacht. Sowohl die Gaststätten, die Lauer aufsuchte, waren glücklich über den Vorschlag als auch mancher Aktive, der fer umme auftreten will.

Das Programm bei der Ordensfeier gab einen Einblick in das, was möglich ist. Einen tollen Start legte Jürgen Meißner als Engel Moguntia hin, versmaßgetreu und politisch-kritisch. Das Kinderballett der „Kaktusstreichler“ zeigte einen flotten Tanz. Simone Lauer als Helene Fischer ist bereits aus anderen Kampagnen bekannt. Sie erhielt den Mainzer Stadtorden aus Händen von Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz.

Das Kinderballett der „Kaktusstreichler“ zeigte einen flotten Tanz. Foto: Helene Braun

Bei Weck, Worscht und Woi ließen es sich die Gäste gutgehen und genossen weiter die Vorträge von Annelie Gärtner, Frank Lampe, Thomas Oberle und den Gesang der Ebersheimer „Michael und Fredi“.

 

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.