Mit Prinzessin Jacqueline I. und Heinrich II. hat Mainz einmal wieder ein Prinzenpaar. Foto: Ralph Keim

MAINZ – Glanzvoller kann eine Fastnachtskampagne kaum starten: Im Kurfürstlichen Schloss wurde am Samstagabend das Mainzer Prinzenpaar inthronisiert: Anlässlich des 11 x 11-jährigen Bestehens des Mainzer Carneval-Clubs (MCC) stellt die Traditionskorporation mit Heinrich Diefenbach jr. und Jacqueline Seuthe ein Repräsentationspaar, das der Mainzer Fastnacht in allen Belangen würdig ist.

Der MCC-Aktive Jürgen Wiesmann wäre auch gerne Fastnachtsprinz geworden. Foto: Ralph Keim

Der Inthronisierung im Beisein von OB Michael Ebling, zahlreicher Ehrengäste und Vertreter der Mainzer Korporationen (allen voran der MCV) vorausgegangen war ein Programm, bei dem der MCC alle närrischen Register zog. MCC-Top-Act Jürgen Wiesmann gab gesanglich in vorzüglicher Weise seine Bewerbung für das Amt des Prinzen ab. Da er älter aussieht als der MCC an Jahren zählt, wurde daraus jedoch nichts.

MCC-Legende Bernd Mühl schlüpfte in die Rolle des Lehrers der bekannten MCC-Rednerschule und ließ in dieser Funktion weitere MCC-Legenden via Video aufleben. Der Auftritt von Garden und Gardetänzerinnen rundeten das Rahmenprogramm ab.

Und das ist das neue Prinzenpaar: Die Familie von Heinrich II. (geboren übrigens an einem Rosenmontag) ist seit den 50er Jahren als Wagenbauer beim MCC aktiv. Prinz Heinrich ist Aktiver der Mainzer Prinzengarde und Komiteemitglied des MCC. Prinzessin Jacqueline I. war schon als Kind begeisterte Teilnehmerin des Jugendmaskenzugs. Ihr Vater Hedajat Seuthe ist Offizier der Ranzengarde und seit einigen Jahren im Vorstand des MCC als dessen Geschäftsführer aktiv.

Die Inthronisierung erfolgte mit einem glanzvollen Ambiente im Kurfürstlichen Schloss. Foto: Ralph Keim

OB Ebling überreichte dem Prinzenpaar übrigens ein originelles Antrittsgeschenk: eine Tröte. Damit geben die beiden Tollitäten einfach ein lautstarkes Signal und dürfen dann die Theodor-Heuss-Brücke passieren. Denn die ist bekanntlich ab dem 12. Januar gesperrt, was besonders beiden zwischen den beiden Rheinseiten hin und her pendelnden Narren nicht besonders gut ankommt. Aber das sollte eher ein Thema der anstehenden Sitzungen sein.

Mainz hat an Fastnacht im Gegensatz zu Köln ein Prinzenpaar nur zu besonderen beispielsweise 1988 anlässlich des 150-jährigen Bestehens des MCV und 25 Jahre danach beim 175-jährigen Bestehen. Einen Prinzen Heinrich gab es übrigens schon einmal: 1897 war das gewesen. Deshalb amtiert Heinrich Diefenbach als Heinrich II. Anlässen, beispielsweise 1988 anlässlich des 150-jährigen Bestehens des MCV und 25 Jahre danach beim 175-jährigen Bestehen. Einen Prinzen Heinrich gab es übrigens schon einmal: 1897 war das gewesen. Deshalb amtiert Heinrich Diefenbach als Heinrich II.

Teilen
Vorheriger ArtikelNeubau nur mit den Bürgern
Nächster ArtikelClaudia Siebner ergibt sich kampflos
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“