Wenn es regnet, ist der Parkplatz kein Parkplatz mehr. Foto: Helene Braun

LAUBENHEIM – Ob die Fastnachter bei Rathaussturm im kommenden Jahr wieder das „Biotop“ hinter dem Wilhelm-Spies-Haus anmahnen müssen wie sie es bereits seit zwei Jahren tun? Der Parkplatz hinter dem historischen Gebäude gleicht seit Bestehen bei Starkregen einer Seenplatte. „Das ist ein Ärgernis seit zwei Jahren“, sagte Ortsvorsteher Gerd Strotkötter (SPD). Den einzigen Antrag der jüngsten Ortsbeiratssitzung und den letzten für dieses Jahr hatten alle Fraktionen unterzeichnet. Zwar wurden vor einigen Monaten etliche Löcher im Boden gestopft, doch ist der Platz schon wieder „in unakzeptablem Zustand“. Nun soll die Verwaltung umgehend tätig werden, bevor es friert, um die Bürger vor Unfällen zu schützen.

Zur Wiederherstellung des abermals zerstörten Zöllerkreuzes im Ried engagieren sich der in der Nachbarschaft wohnende CDU-Fraktionssprecher Norbert Riffel, die katholische Kirche, die Firma Kärcher, das Laubenheimer Umweltteam und der AK „Historisches Laubenheim“ innerhalb des Heimat- und Verkehrsvereins. Der Vorschlag ging dahin, dass jedes Ortsbeiratsmitglied 15 Euro spenden solle. Norbert Riffel will jetzt den Balken, der einst aus Oberammergau nach Mainz transportiert wurde, mit einem Zapfen stabilisieren und das Ganze verleimen.“

Gute Nachrichten gibt es auf eine CDU-Anfrage zur Umgestaltung der Nato-Rampe. Oberste Priorität habe hier der saisonale Ausschank mit der entsprechenden Infrastruktur. Mit dem Start des Bieter- und Interessenbekundungsverfahrens sei Anfang 2020 zu rechnen. Zur Errichtung des Biergartens ist als Termin derzeit Mai 2020 vorgesehen, heißt es aus dem Umweltdezernat.

Nach drei Tagen der Anhörung durch die SGD Süd machte Hermann Winkel, Leiter des Entsorgungsbetriebs, als Betreiber noch einmal mit den wichtigsten Punkten zur 2015 vom Stadtrat beschlossenen Deponie der Klassen I und II im Steinbruch Laubenheim-Nord bekannt. Was die Abfallschlüssel angeht, sagte Winkel: „Wir sind nicht unbeweglich. Wir haben zugesagt, dass wir den Abfallkatalog durchgehen und nehmen die Stoffe raus, die sowieso nicht in Mainz vorkommen.“ Was den Bewohnern Angst mache, seien vor allem die Stäube, erklärte Winkel weiter. „Es ist nicht so, dass ein Lkw voll Staub ankommt und den in die Landschaft kippt.“ Er komme schon verpackt an. „Da staubt überhaupt nichts mehr.“ Mit Messpunkten um die Deponie herum könne man die Stäube kontinuierlich messen und nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.