Zum dritten Mal begrüßten die Finther Narren die neue Kampagne und das neue Jahr am 1. Januar. Foto: Helene Braun

FINTHEN –Der neue Ortsvorsteher war nicht dabei beim 3. Finther Narrenmanifest. Manfred Mahle wurde vom Präsidenten des Finther Carneval Clubs, Volker Conradi, entschuldigt, er sei erkrankt, als dessen Begrüßung auf dem Programm stand. „Nehmt doch den alten“, riefen ein paar Stimmen aus dem Publikum. Herbert Schäfer ist immerhin Ehrenpräsident des Vereins und sagte in dieser Funktion ein paar Worte. Den Ortsvorsteher vertrat aber sein Stellvertreter Volker Hans, der spontan reimte. Das Narrenmanifest selbst verlas Uwe Greiner, für den Theatermenschen eine schöne Gelegenheit, seine Rezitierkünste unter Beweis zu stellen.

„In Mainz hat alles Tradition, was mehr als zwei Mal stattfindet“, erklärte Conradi eingangs von der vor dem Vereinsheim auf dem Jungenfeldplatz aufgestellten Bütt`. „Deshalb eröffnen wir jetzt traditionell die Kampagne.“ Alle Vereine, die in einer Weise an der Fastnacht beteiligt sind, waren geladen und jeder, der zuschauen wollte, wie die Finther Narren am 1. Januar das Neue Jahr und zugleich die neue Kampagne begrüßten. Mit dem Hissen der Fahne endete der offizielle Teil. „Sechs Mal elf, das ist fürwahr / für ‘n Finther Zug ein Jubeljahr“. Freudig enthüllte Volker Conradi das diesjährige FCV-Motto. Der 66. Zug der Finther Zug der Lebensfreude, der heute zusätzlich nach dem Hauptsponsor VR-Bank Mainz benannt ist, soll ein großer Erfolg werden.

Das Finther Narrenmanifest, entstanden als Ersatz für den 11.11., wo in Mainz eine Überfülle an Veranstaltungen stattfindet, sieht 2. Vorsitzender und Regisseur Andreas Gladden auch als Plattform, einander näher zu kommen und damit meint er die fastnachtstreibenden Vereine wie die Finther Freiherrn und Freifrauen, die Finther Reservisten, die Radfahrer, die Landfrauen. Historisch gewachsene Grabenkämpfe begraben, damit alle an einem Strang ziehen, und alte Zöpfe auch mal abschneiden, so sieht Gladden die Zukunft der Finther Fastnacht. Denn: „Es wird immer schwieriger, allein die Auflagen für den Zug werden immer höher, alleine kann man das nicht mehr lange stemmen“, sagte Gladden am Rande.

Die Kneipenfastnacht habe sich sehr gut etabliert, sagte Gladden weiter. Die Finther Abende mit Programm und gemütlichem Beisammensein werden wieder im Turnerheim gefeiert und wie im letzten Jahr bereits kommt an Altweiberdonnerstag noch ein dritter hinzu, wo mit viel Live-Musik eine Nische für die „Mittelalten“ geschaffen wurde.

Was sich Herbert Schäfer nicht nehmen lassen wollte zu verkünden: „Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: 15. Februar Sitzung im Finther Bürgerhaus.“ Und Volker Conradi bestätigte: „Wir haben es schriftlich.“

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.