Seine Frau Hannelore Fuchs und sein Sohn Hans-Joachim Fuchs mit Oberbürgermeister Michael Ebling sowie dem Mainzer SPD Vorsitzenden Marc Bleicher. Foto: red

MAINZ – Am 100. Geburtstag von Jockel Fuchs gedenkt die SPD einer der größten Persönlichkeiten der Stadt. Am 11. Dezember 1919 in Hargesheim bei Bad Kreuznach geboren, ließ sich Jockel Fuchs nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur und dem Zweiten Weltkrieg in Mainz nieder. Schnell übernahm er hier politische Verantwortung für die Stadt. In die SPD trat er 1948 ein und blieb ihr in verschiedenen Parteiämtern über 54 Jahre treu.

1955 wurde er erstmals in den Landtag gewählt, dem er bis 1975 angehörte, von 1959 bis 1965 als Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion und zwei Jahre lang als Fraktionsvorsitzender. Als Nachfolger von Franz Stein wurde Jockel Fuchs vom Stadtrat 1965 zum Oberbürgermeister gewählt. Dieses Amt sollte er 22 Jahre lang bis 1987 innehaben, als er 68-jährig die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Herman-Hartmut Weyel übergab. 

Er prägte die Entwicklung der Stadt und begründete ihren Ruf als moderner Medienstandort. Daneben zählen die Sanierung der Altstadt und die Ansiedlung namhafter Industriebetriebe zu seinen herausragenden Leistungen. Weiter fielen in seine Amtszeit die Eingemeindung der Nachbarorte Drais, Ebersheim, Finthen, Hechtsheim, Laubenheim und Marienborn, die Gründung des Stadtteils Lerchenberg mit der Ansiedlung des ZDF als zentralem Bestandteil der Medienstadt Mainz, der Bau des Rathauses und der Rheingoldhalle oder auch der Besuch der britischen Königin Elisabeth in Mainz.

Jockel Fuchs starb am 6. März 2002 in Mainz, wo seine Frau Hannelore sowie sein Sohn Hans-Joachim Fuchs noch heute leben.

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