Gerd Strotkötter übt Kritik an der mangelnden Versorgung der Drei- bis Sechsjährigen. Foto: Helene Braun

LAUBENHEIM –Der neue Kita-Standort am Stoßacker/Koppernweg wird gerade von der Stadt geprüft. Vehement hatten sich die Laubenheimer gegen den geplanten Bau „Am Jungstück“ gewehrt. In seinem Rückblick auf das Jahr sieht Ortsvorsteher Gerd Strotkötter (SPD) aber weitere Probleme die Kinder betreffend. Die Kitaplätze insgesamt reichen nicht. „Es sind fast 100 Plätze, die in Laubenheim für die Drei-bis Sechsjährigen fehlen“, sagte er im Gespräch mit der Lokalen Zeitung. „Das sind verdammt viele.“ Die Kinder müssen in die Nachbarstadtteile ausweichen. „Das kann für eine Kindergartenpolitik nicht gut sein“, kritisierte Strotkötter. „Die Kinder sollen wohnortnah betreut werden.“ Auch die Eltern, gerade die allein Erziehenden, seien dadurch benachteiligt. Dies wie die gesamten Lebensumstände aller Beteiligten sollten in der Verwaltung stärker beachtet werden, befindet er.

Für die Grundschule laufen gerade die Arbeiten für einen Ersatzbau, eine Containerlösung am Riedweg. Zur maroden Sporthalle gibt es noch keine Informationen.„Mich macht das betroffen“, so Strotkötter weiter: „Sportliche Großveranstaltungen wie die der Sportakrobaten finden in der Oberstadt statt.“ Die Fastnachtstermine seien nur noch für zwei Jahre gesichert, danach müssten die sich die Vereine etwas anderes suchen. Das Dach ist kaputt, die brandschutztechnischen Voraussetzungen genügen nicht und betrachte man im Gesamten den baulichen Zustand der Halle, geht Strotkötter davon aus, dass man sie nicht mehr sanieren kann. Werde sie neu gebaut, hat er den Plan, eine bürgerhausähnliche Einrichtung damit zu verbinden. Indessen wartet Laubenheim dringend auf das Durchfahrverbot für Lkw. Gerade findet eine Verkehrszählung dazu statt, doch bezweifelt Strotkötter, dass die Gefährdungen durch die Lkw in der Oppenheimer Straße an Zahlen auszumachen seien. Die letzte Entscheidung liegt beim Land, genauer beim Landesbetrieb Mobilität. „Eine Bürgerinitiative zur Durchsetzung des Verbotes würde meine vollste Unterstützung finden.“

Die Rheinuferbegehung kürzlich ist zur Zufriedenheit des Ortsvorstehers verlaufen. Hier realisiert die Wasserstraßen-und Schifffahrtsbehörde die Uferrenaturierung. Im Anschluss wird die Stadt eine Naherholungsmöglichkeit einrichten. Strotkötter: „Ich hoffe, dass die Laubenheimer 2020 an der Nato-Rampe ihr Bier trinken können.“

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.