Start Editorial_Weiss Innehalten im Kerzenschein

Innehalten im Kerzenschein

Tausend Dinge wollen in diesem Monat erledigt sein. Und immer wieder zerrt die Besinnlichkeit uns aus dem Flow. Widersinnig, oder? Warum können wir uns nicht einfach einmal der Ruhe des Kerzenscheins und der auf das Fest einstimmenden Klänge hingeben? Warum meinen wir, immer alles im Fluss halten zu müssen? Dabei tut es so gut, innezuhalten, zu lauschen, wahrzunehmen, was gerade um uns herum vorgeht.

Dieses Innehalten, diese verschärfte Wahrnehmung für die leisen Töne, das Ungesagte bringt oftmals Einsichten hervor, die im Trubel ansonsten untergehen. Das gilt im Privaten wie im Büro. Warum schaut der Mitarbeiter so sorgenvoll? Überfordert ihn die Aufgabe oder besorgt ihn etwas in seinem Privatleben? Es lässt sich nie trennen. Alles wirkt immer und überall. Deshalb tut es so gut, wenn wir ganzheitlich wahrgenommen werden. Wenn einer hinhört auf die unausgesprochenen Sorgen und Nöte oder auch das überschwängliche Glück. Den Weg dahin weisen uns die Kerzen in dieser Zeit. In ihrem reduzierten Schein verschwinden alle Hektik und die Agenda des Alltags. Es offenbart sich der Mensch. Solche Momente sind ein Geschenk.

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Redaktion
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