Ortsvorsteher Manfred Mahle übt nicht nur Kritik, sondern zeigt auch Lösungswege auf. Foto: Helene Braun

FINTHEN – Ende November erst 100 Tage im Amt, hat der neue Finther Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD) bereits ebenso viele Anfragen und Anregungen der Bürger entgegen genommen und bearbeitet. Dabei habe er die Stadtverwaltung als „kooperativ und aufgeschlossen“ erlebt. Im Gespräch mit der Lokalen Zeitung sagt er: „Die Arbeit macht mir großen Spaß.“

Die Finther Probleme kennt Mahle allerdings nicht erst, seit er Ortsvorsteher ist. Lange Jahre Ortsbeiratsmitglied und Fraktionssprecher seiner Partei weiß Manfred Mahle, worum es in Finthen geht. Ein Hauptproblem ist der Verkehr. Die jüngste Verkehrszählung hat 25.000 Fahrzeuge auf der Ortsdurchfahrt Kurmainz-/Flugplatzstraße ergeben. Mahle sagt: „Auf der neuen Moselbrücke fahren 19.000 Autos am Tag und das ist eine Autobahn.“ In Finthen sei der innerörtliche Verkehr und zwar der Quellverkehr das Gravierende. Daraus folgt: „Wir wollen, dass mehr Leute den ÖPNV benutzen.“

Mahles Fazit: „Finthen braucht eine Verkehrswende: mehr ÖPNV, weniger innerörtlicher Individualverkehr.“ Eine angemessene Verbindung zwischen Ortskern und Römerquelle sowie dem Layenhof gebe es aber auch im neuen Fahrplan nicht. Auch mit der Forderung nach einem innerörtlichen Ein-Euro-Ticket sei man nicht durchgekommen. „Wenn die Mainzer Mobilität zu wenig frequentiert wird, um mehr Busse einzusetzen, dann muss man das Angebot attraktiver machen.“ Weiter behindern den Verkehrsfluss das Parken in engen Straßen und auch das Abstellen von nicht verkehrssicheren Fahrzeugen.

Als zweiten wichtigen Punkt nennt Mahle die Müllentsorgung, insbesondere auf der Römerquelle sei sie ständiges Thema im Ortsbeirat. „Ich glaube nicht, dass die Leute das absichtlich machen, wenn sie ihren Restmüll einfach auf die Straße stellen.“ Hier sei mehr Aufklärung erforderlich, wie man welchen Müll entsorgt.

Als Drittes macht der Vandalismus mehr und mehr zu schaffen. Betroffen ist unter anderem der Brunnen an der Endhaltestelle der Linie 51, gestaltet von Reinhold Petermann. Auf dem Friedhof wird Halloween gefeiert und Gräber und Grabsteine wurden geschändet und teils zerstört. Hier könnten aufmerksame Mitbürger mit den Ordnungskräften zusammenarbeiten. Dann richtet der Ortsvorsteher den Blick noch auf die allgemeine Sicherheit und Sauberkeit und meint damit zum einen die Beachtung der Kehrsatzung und den Rückschnitt von Bewuchs in die Gehwege. Auf der Römerquelle fordert Mahle neue Beleuchtungen und die Instandhaltung der bestehenden.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.