Das Duo „Walter & Treyz“ gastierte in Dexheim. Foto: kga

DEXHEIM – Mit einem Folkkonzert begeisterte das Duo „Walter & Treyz“ sein Publikum in Dexheim. Für mehr als zwei Stunden energiegeladenes Programm hatten die Musiker irische Jigs und Reels, etwas Countrymusic und viel deutsche Tanzweisen im Gepäck.

Gudrun Walther (Geige, Akkordeon und Gesang) und ihr musikalischer Partner Jürgen Treyz (Gitarre und Gesang) sind musikalisch in zahlreichen Projekten und Bands. In Dexheim sprang schon beim ersten Titel über. Und viele weitere sollten in teils rasantem Tempo noch folgen. Nicht nur die Musiker auf der Bühne spielten virtuos ihre Instrumente, das Publikum wippte seine Beine im Takt und ließ sich sogar zu Tänzen weiter hinten im Gewölbe hinreißen.

„The Moving Pint“ hieß eine der Eigenkompositionen von Gudrun Walther, übersetzt also: Das sich bewegende Bier – und gemeint sei damit das Glas, dass bei einer wilden Party irgendwo in Irland über den Tisch springt im Takt der Musik. Beide Musiker komponieren, und so haben sie neben vielen Texten aus der erst vor wenigen Jahren entdeckten so genannten Münsterländer Dahlhoff-Sammlung auch eigenes deutsches Liedgut dabei. Gedichte seien Lieder ohne Melodie, erklärt Treyz, woher manche Texte im Original stammen.

Traditioneller Folk, die Musik macht deutlich, wie ähnlich die irischen und deutschen Weisen sind, „Musik verbindet, in der Musik sprechen wir alle die gleiche Sprache“, sinniert Treyz. Worum es in den Texten vor allem geht? Die Liebe. Meist unerreicht oder gescheitert, ehe sie richtig aufblüht. Die „traurig-tragischen Texte“ sind teils auch komisch. Gudrun Walther ist mehr für das Romantische, Jürgen Treyz ist Rationalist.

Die beiden, er studierter Gitarrist, sie aus einer musikalischen Familie und seit Kindertagen begeistert von der irischen Folkmusic, haben ihr Steckenpferd zum Beruf gemacht.

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