Wie geht es mit dem Bistro in der Alten Markthalle weiter? Die Pächter haben zum Ende des Monats April gekündigt. Vermieter Dieter Pieroth bemüht sich, neue Betreiber zu finden. Foto: Ralph Keim

FINTHEN – Die Pächter des Bistros in der Alten Markthalle haben zum 30. April 2020 gekündigt. Dies bestätigte der Eigentümer der Immobilie, Dieter Pieroth. „Ich habe das Maklerbüro Trautmann in Ingelheim mit der Suche nach einem neuen Pächter beauftragt. Außerdem suche ich selbst nach Interessenten.“

Die Alte Markthalle in Finthen als Einkaufszentrum wurde 1999 eröffnet. Seitdem gibt es auch das Bistro, wie man es heute noch kennt und schätzt. Die derzeitigen Pächter haben das Bistro zum 1. Mai 2015 übernommen.

Die Kündigung sei bereits im Sommer eingegangen. „Es handelt sich um einen in der Branche üblichen Fünf-Jahres-Vertrag. Die Pächter haben kein Interesse an einer Verlängerung des Mietvertrags“, erläuterte Dieter Pieroth, der den Rückzug ausdrücklich bedauert. „Das Bistro läuft sehr gut, die Qualität der Speisen, der Getränke und des Service kommen bei den Gästen gut an.“ Daher wäre er auch bei einer Verlängerung des Vertrages den Pächtern finanziell entgegengekommen. „Leider konnten wir keine Einigung erzielen.“

Das Bistro im Erdgeschoss der Alten Markthalle hat eine Größe von rund 130 Quadratmetern. Hinzu kommen Räume im Keller mit ca. 110 Quadratmetern, die allerdings nicht gastronomisch genutzt werden können. Die Außenfläche stellt der Vermieter mietfrei zur Verfügung.

Potenzielle Interessenten am Bistro sollten gastronomische Fachleute sein, die Branchenerfahrungen haben und für den Start eine ausreichende finanzielle Basis mitbringen. Der Vermieter würde es gutheißen, wenn der Bistro-Stil weitergeführt werde, hätte aber auch nichts gegen eine gastronomische Neuausrichtung.

Auch Ortsvorsteher Manfred Mahle (SPD) beschäftigt das Thema: „Das Bistro in der Alten Markthalle ist ein beliebter Treffpunkt. Mit seiner Außenbewirtschaftung bietet das Bistro ein besonderes Ambiente in Finthen.“ In direkter Nähe zu Busverbindungen Richtung Layenhof und in die Innenstadt sei das Bistro ein willkommener Ort, sich mit Freunden zu treffen. Mahle wünscht sich einen reibungslosen Übergang zu einem neuen Pächter.

Auch Mahles Amtsvorgänger Herbert Schäfer (CDU) bedauert die Entwicklung. „Das Bistro bietet eine sehr gute Qualität.“ Vor dem Hintergrund, dass vielerorts mehr und mehr gastronomische Einheiten schließen, hofft der frühere Ortsvorsteher, dass es mit dem Bistro auch nach dem 30. April weitergeht.

Teilen
Vorheriger ArtikelHass und Gewalt keinen Raum geben
Nächster Artikel60 Jahre und kein bisschen leise
Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“