Unterhaltsame Reise zu den „Versunkenen Schätzen“ mit den Musikfreunden Zornheim Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

ZORNHEIM – Für das Herbstkonzert haben die „Musikfreunde Zornheim “ in der Klamottenkiste gegraben und daraus „Versunkene Schätze“ hervorgeholt. Das Motto des alljährlichen Auftritts beschrieb einerseits das Ziel der „Expedition“, zu dieser hatte der Vereinsvorsitzende Bernhard Schürmann das Publikum eingeladen. Anderseits „haben wir auch solche Musikschätze aufbereitet, die wir lange nicht mehr gespielt haben“, so Pressesprecher Peter Trapp. Die Reise gelang. Das Publikum in der Lindenhalle hatte Spaß an der Zeit- und Musikreise und applaudierte kräftig. Dabei wäre die Musikexkursion beispielsweise zur „Atlantis“ (Alexander Reuber) oder die Fahrt im Nostalgiezug durch den US-amerikanischen Bundesstaat „Oregon“ (Jacob de Haan) beinah storniert worden. „Wir haben eine Schreckenssekunde durchlebt. Unser Dirigent hat sich an der rechten Schulter verletzt“, sagte Trapp. Doch alles ging gut. Ein Fahrradunfall sollte die Reisegesellschaft nicht stoppen. Gleichwohl dirigierte Sascha Kordel unter anderen die Ouvertüre aus „A Huntingdon Celebration“ von Philip Sparke, oder die Suite aus „Forrest Gump“ (Alan Silvestri) und alle anderen Stücke mit der linken Hand, während der rechte, lädierte Arm auf einer Schiene ruhte.

„Dem Verein geht es gut“, betonte Trapp. „Langsam bereiten wir uns auf das 50. Jubiläum 2022 vor.“ Genaueres wollte er nicht enthüllen. Nur so viel: „Unsere Fans können sich auf Überraschungen freuen.“ Apropos Fans: Die Musikfreunde haben ihre Bewunderer in und außerhalb der Ortsgrenzen. Das ließ sich beispielsweise am Frühjahrs-Event des Musikervereins, dem „SymphonicRock“-Auftritt zum Maifest beobachten. „Das Zelt platzte zuletzt aus allen Nähten.“ Für das kommende Maifest (30. April bis 2. Mai) bereite man sich daher logistisch auf eine größere Zahl von Zuhörern vor. „Mit dem SymphonicRock-Konzert, das unser Dirigent 2015 einführte, bieten wir ein echtes Highlight in der ersten Jahreshälfte. Zum gemeinsamen Musizieren laden wir jeden ein.“ Das Instrument, das man vielleicht eingestaubt auf dem Speicher gefunden hat, einfach mal wieder in die Hand nehmen und vorbeikommen. Die Proben sind: donnerstags, 19.30 Uhr.

Einfach vorbeikommen kann auch die Jugend zu ihren Proben. Jedes Jahr beginnt eine neue Ausbildung. Das Jugendorchester, derzeit 16 Jugendliche, übt dienstags, ab 17 Uhr. Der Auftritt des Jugendorchester (Dirigentin: Annika Sandberg) nahm einen wichtigen Part des Herbstkonzertes ein. Die Proben ihres Könnens erlebten die Zuschauer mit dem Hauptthema „Star Wars“ (John Williams), der Filmmusik aus „Pirates of the Caribbean“ (Klaus Badelt) oder den „Highlights from Harry Potter“ (John Williams).

Die Kleinen ganz groß: das Jugendorchester der Musikfreunde Zornheim
Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Der musikalischen Förderung widmet der Verein seit Sommer noch mehr Aufmerksamkeit und hat einen Ausbildungsfonds eingerichtet. Wenn Jungen und Mädchen ein Instrument erlernen wollen, dann soll dies nicht an der Geldnot scheitern. Üblicherweise steuern die Eltern einen Teil der Musikausbildung bei. „Eltern, die dies nicht übernehmen können, sollen uns einfach ansprechen“, so der Vereinsvorsitzende. Aktuell stehen 2.000 Euro zur Verfügung. „Wir sind über jede Spende für den Fonds froh.“

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