Mit Hilfe von Hartmut Rencker und seiner Stiftung (Mitte) konnte Revierleiter Jürgen Koch das Konzept umsetzen, sehr zur Freude von Katharina Rink von der Unteren Naturschutzbehörde. Foto: Helene Braun

OBER-OLM/LERCHENBERG/FINTHEN – Was nützt der Hinweis auf das Naturschutzgebiet, wenn niemand weiß, was das für ihn als Besucher bedeutet? Jetzt erklären Zusatzschilder unter den dreieckigen, grün umrandeten Schildern, was man darf und was man tunlichst lassen sollte. Die Idee stammt von Revierleiter Jürgen Koch. Er wandte sich an den Lerchenberger Hartmut Rencker und seine gleichnamige Stiftung. Damit lief er beim ehemaligen Ortsbeiratsmitglied offene Türen ein. Rencker störte es nämlich schon länger, dass die Regeln eines Naturschutzgebietes von manchen Waldbesuchern missachtet werden.

Aus den Zusatzschildern wird deutlich, an welche Regeln sich Waldbesucher im Ober-Olmer Wald halten sollen. So etwa dürfen die Wege nicht verlassen werden und Hunde müssen angeleint sein. Aber noch viele weitere Hinweise sind mit eindeutigen Piktogrammen dargestellt. Hartmut Rencker übernahm nicht nur die Gestaltung, sondern seine Stiftung auch die Kosten für den Druck der Schilder.

Die Schilder hat Hatrtmut Rencker selbst gestaltet. Foto: red

Anfang 2017 wurde das Gebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen, dazu gibt es eine Rechtsverordnung mit Ge- und Verboten, die am Forsthaus ausgehängt. „Aber wer liest das schon?“, stellte Jürgen Koch die rhetorische Frage. Mit 533 Hektar ist es eines der größten Naturschutzgebiete, die in den letzten Jahren im Kreis Mainz-Bingen oder gar landesweit ausgewiesen wurden. Mit den „Wiesen am Layenhof“, die die Stadt Mainz als NSG ausgewiesen haben wollte, bot sich die Gelegenheit, den angrenzenden Ober-Olmer Wald in die Planung einzubeziehen.

Da schon hatte Koch die Idee, den Waldbesuchern Informationen an die Hand zu geben. Das Problem sei, sagte Koch: „Es muss einer machen und es muss auch finanziert werden.“ Da kam Rencker ins Spiel mit seiner Stiftung mit der Zielsetzung Umwelt und Soziales. Und nun kann man an jedem Waldeingang die Schilder lesen. Katharina Rink von der Unteren Naturschutzbehörde begrüßt die Maßnahme sehr. „Die Leute kommen hierher, parken und laufen los. So sieht man direkt die Richtlinien und weiß, was darf ich, was darf ich nicht.“

Hartmut Rencker unterstützt weiter die Mainzer Tafel, Fluglärmgegner, die evangelische Wohnungslosenhilfe, den AK Umwelt Mombach, den DAV und weitere Initiativen nachhaltig oder mit Einzelspenden.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.