Nach und nach trafen die Zugteilnehmer im Dolles-Innenhof ein, während das Blasorchester schon spielte. Foto: Helene Braun

BODENHEIM –Der Zuspruch beim Bodenheimer St. Martinsumzug ist immer sehr groß. Diesmal hatte der katholische Pfarrer, Paul Kollar, 500 bis 600 Menschen, jedenfalls weit mehr als in die Kirche überhaupt hineinpassen, darinnen, davor und drumherum geschätzt. Das Martinsspiel hatten die diesjährig aufgenommenen Ministranten organisiert und aufgeführt. Nicht nur aufgrund seines Wirkens, sondern auch wegen des Brauchtums rund um seinen Namen ist St. Martin heute einer der bekanntesten und beliebtesten Heiligen –vor allem bei den Kindern. Jedes Jahr am 11. November ziehen sie mit bunten Laternen durch die dunklen Straßen und singen Martinslieder.

Katholischer Kindergarten, Elternbeirat, katholische Pfarrgemeinde St. Alban und die Ortsgemeinde tun sich in Bodenheim dafür zusammen. Pfarrer Kollar skizzierte das Leben des Heiligen Martin, wie er nach Frankreich kam und dort zum Heiligen wurde, die Mantelszene stellten die Kinder im Martinsspiel nach und das Blasorchester Bodenheim spielte dazu.

Diese beiden Babys werden sich später kaum daran erinnern, aber es schien ihnen zu gefallen. Foto: Helene Braun

Dann setzte sich der Mammutzug in Bewegung von St. Alban über Kirchbergstraße, Hellmerichstraße, Gaustraße, Langgasse, Kirchbergstraße, Jahnstraße, Rathausstraße und die Zwerchgasse bis zum Innenhof des VG-Rathauses, wo bereits ein Martinsfeuer brannte und Rosemarie Brandl mit ihrem Team die Bewirtung sicher im Griff hatte. Tee und Brezeln für die Kinder gab es umsonst, und nach halbstündigen Marsch mit dem vorangegangenen Martinsspiel, schienen auch alle ausgehungert und das Gedränge an der Theke war ziemlich groß. Den Glühwein musste man bezahlen, ebenso wie die vom Elternausschuss der katholischen Kita angebotenen Würstchen. Der Erlös geht an das Caritas-Kinderhospital Bethlehem. Im Dolles-Innenhof spielte das Blasorchester Bodenheim die passenden Lieder und davon und vom Feuer angelockt, das kindersicher eingezäunt war, strömten die Ankommenden in die Mitte des Hofes. Auch hier fanden nicht alle einen Platz und der Tross erstreckte sich bis auf die Straße hinaus.

Teilen
Vorheriger ArtikelHartmut-Rencker-Stiftung spendet für Naturschutzgebiet
Nächster ArtikelLange Gesichter bei den Kindern
Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.