Schichtwechsel: Beschäfigte der Zoar und der Kreisverwaltung tauschten für einen Tag die Arbeitsplätze. Landrätin Schäfer freute sich über den Einsatz und das Engagement (vorne Mitte). Foto: Kreisverwaltung/Kilian Grau

HEIDESHEIM – Schichtwechsel! Für einen Tag tauschten die Beschäftigten der Zoar-Werkstätten Heidesheim und verschiedener Abteilungen der Kreisverwaltung die Arbeitsplätze. Sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialabteilungen von Kreisbeigeordneten Ursula Hartmann-Graham bekamen so einen Einblick in die Vielfalt der Produkte, Dienstleistungen sowie den Arbeitsalltag einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Umgekehrt blickten acht Beschäftigte der Zoar-Werkstätten einen Tag hinter die Kulissen des Jobcenters sowie der verschiedenen Sozialabteilungen, packten mit an und waren Teil des Tagesgeschäftes. Hintergrund war der bundesweite Aktionstag „Schichtwechsel“ der Bundesarbeitsgemeinschaf Werkstätten für behinderte Menschen.

„Der Aktionstag war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung“, resümierte Landrätin Dorothea Schäfer. Es sei ein großer Schritt zu mehr Offenheit und Neugier. Arbeit ist für jeden Menschen wichtig. Ob beispielsweise im Jobcenter Mainz-Bingen oder in der Behindertenwerkstatt in Heidesheim: Arbeit bedeutet eigene Identität und stärkt soziale Beziehungen.

Harald Kaul, normalerweise tätig im Jobcenter Mainz-Bingen, übernahm einen Tag lang für Susan Bystrzinski die elektrische Dekupiersäge in der Schreinerei und Kunstwerkstatt. „Es war eine tolle Erfahrung und mal etwas anderes als die alltägliche Schreibtischarbeit“, so Kaul. Zum einen sei es sehr schön gewesen, etwas handwerklich herzustellen, zum anderen hoch interessant zu erfahren, wie breit die Dienstleistungs- und Angebotspalette der Zoar-Werkstätten seien. Susan Bystrzinski auf der anderen Seite teilte diese Erfahrung: „Die Verwaltung mal von der anderen Seite zu erleben, war unheimlich bereichernd“. Man habe so vieles erfahren und miterlebt, an das man vorher nie gedacht habe, wenn man selbst mal wegen eigener Anliegen bei der Kreisverwaltung zu Gast gewesen sei.

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