Durch die Aufstockung bestehender Gebäude könnte nach Ansicht der Mombacher Grünen neuer Wohnraum entstehen. Foto: Silke Jungbluth-Sepp

MOMBACH – Rund 1000 Menschen sind in den vergangenen zehn Jahren nach Mombach gezogen – und die Einwohnerzahl steigt weiter. Die Grünen sehen in der Aufstockung von Gebäuden die Möglichkeit, neuen Wohnraum zu schaffen, wie Markus Wetter (Grüne) im Ortsbeirat deutlich machte.

„Die Innenverdichtung im Stadtteil ist weitgehend ausgereizt.“ Die Stadt soll daher prüfen, ob und wo in Mombach Aufstockungen auf bestehenden Gebäuden möglich sind – und wo baurechtliche Vorschriften dagegen sprechen. Die übrigen Fraktionen stimmten diesem Antrag zu, machten aber deutlich, dass die Nachbarschaft durch Aufstockungen nicht negativ beeinflusst werden dürfe und ausreichend Parkraum vorhanden sein müsste.

Der Parkplatzmangel in Mombach prägte auch die Diskussion über die Notwendigkeit einer Carsharing-Station im Ortskern, die die Grünen forderten. Florian Bieser sieht das Bahnhofsumfeld als idealen Standort. Damit stieß er auf heftigen Widerspruch. „Wir dürfen dafür keine weiteren Parkplätze einbüßen“, forderte Karin Lieber (CDU). Am Bahnhof fehle es schon heute an Stellplätzen für Anwohner. Michael Ziegler (FDP) hält daher die Enden der Hauptstraße für besser geeignet.

Auch die SPD hält nichts vom Bahnhof als Standort. „Am Bahnhof haben wir noch jede Menge vor“, sagte Horst Böcher mit Blick auf die zweite Bushaltestelle und Taxen. Letztlich einigte sich der Rat, dass die Verwaltung im gesamten Ortskern nach einem Standort für Carsharing-Autos Ausschau halten soll.

Fehlende Informationen über die Neugestaltung des Nestlé-Geländes monierte der Ortsbeirat einstimmig auf SPD-Antrag. Das Gremium will wissen, welche Firmen sich dort ansiedeln möchten und welche Auswirkungen dies auf Luftqualität und Verkehrsbelastung hat. Vor allem aber müsse sichergestellt werden, dass der Hafen weiterhin an beiden Ufern als Sportstätte für die Wassersportvereine genutzt werden könne, betonte Markus Schmitz (SPD). Die Kanuten führten dort Regatten durch, auch die Ruderer seien an der Strecke interessiert. „Die Sportnutzung ist ein wesentlicher Punkt, gerade mit Blick auf die Diskussion um die Schiffsanlegestelle“, betonte er.

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