Das Showtanzballett „Fuego“ sorgte für ein tolles Bühnenbild. Foto: Elke Fauck

GONSENHEIM – Bereits im Oktober erklang „Helau“ und „De Kram klappt“ aus dem Otto-Schott-Gymnasiums. Bei der Narrenschau, die nun schon das dritte Jahr in Folge als Casting für GCV und Füsiliergarde dient, sind beide Vereine sehr auf die Nachwuchsförderung bedacht und haben auch große Erfolge mit diesem Projekt.

Souverän bot Luca Lautenschläger seinen Vortrag als Greta dar. Foto: Elke Fauck

„Wir wollen den jungen Nachwuchssängern und -rednern eine Bühne bieten“, präsentierte GCV-Präsident Martin Krawietz die Veranstaltung in der gemeinsamen Eröffnungsrede mit Markus Mathäy von der Füsiliergarde und der Studiendirektorin des OSG, Simone Beck. Den Newcomers wurde jeweils ein Pate zur Seite gestellt, der sie bei den Vorbereitungen unterstützte. So war Jakob Reifenberger Pate bei den 16- und 17-jährigen Annalena Boller und Johannes Rieth. Die Teenies berichteten in einem Zwiegespräch von schrecklichen Urlauben mit den Eltern. Bei Johannes entpuppte sich die traumhafte Luxusherberge als einsame Hütte in den Bergen mit Etagenklo, während Annalena sich auf das Leben auf dem Ballermann freute, derweil es ihren Eltern eher um Kultur und Natur auf Mallorca ging.

Angelina Alexandrow, Schülerin des OSG, hatte zwar den Fleischworschtathleten Benny Scholian zu Paten, doch entschied sie sich eher für ein vegetarisches Lied „Muss es immer Fleischworscht sein“ nach der Melodie von Elton John („Kann es wirklich Liebe sein“). Nachdem die Schülerin bereits mit ihrer hervorragenden Stimme das Publikum begeistert hatte, brachte sie mit „Helau auf dieser Welt“ noch richtig Stimmung in den Saal. Christophe Hinz ließ in seinem musikalischen Protokoll kein Desaster der Weltpolitik aus. Der erfahrene Büttenredner Rudi Hube möchte neue Wege gehen und entschied sich für die musikalische Variante. Mit einem Lied über ein „Rußpartikelteilche“ äußerte er sich zur Feinstaubproblematik.

Finale einer spannenden Veranstaltung. Foto: Elke Fauck

Luca Lautenschläger war mit seinen 15 Jahren zum dritten Mal auf der Rostra der Narrenschau und in diesem Jahr als „Greta aus Ober-Olm“. Gretas Tipp zur Energiewende: Stecker ziehen, drehen und wieder reinstecken. Ihr Motto heißt: SFF – Schoppe for Future.Der Schlager-Professor alias Thomas Oberle stellte sich als erster deutscher Professor für Schlagerkunde vor. Den Schlagermove in Hamburg beschrieb er als eine Mischung zwischen Rosenmontagszug und Loveparade.

Welche Rolle wäre wohl am Abend vor den Mainzer OB-Wahlen passender als der „Gunsenumer OB-Kandidat“, verkörpert durch Werner Ott. Von dem steinigen Weg zum Model bei den Maßen: ein halb Model groß und zwei Model breit, berichtete Patricia Schwab. Die Hauskapelle „Voll auf die Elf“ übernahm den musikalischen Teil des Abends und versetzte das Publikum in Stimmung.

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Elke Fauck
Seit November 2013 arbeite ich als freie Mitarbeiterin für die Lokale Zeitung. Hauptsächlich schreibe ich für Gonsenheim, Mombach und Finthen – aber auch gelegentlich andere Vororte oder die Innenstadt. Ich favorisiere kulturelle Veranstaltungen wie Vernissagen, Konzerte etc., auch während der Fastnachtszeit bin ich sehr gerne für die Lokale unterwegs. Doch die Mischung macht’s – deshalb berichte ich über alle Themen.