Der Mainzer Weihbischof Udo Bentz weihte die neue Orgel von Maria Hilf.

KOSTHEIM – Die neue Orgel der Katholischen Kirche von Maria Hilf ist feierlich geweiht und ihrer Bestimmung übergeben worden. Vormittags stand ein festlicher Gottesdienst mit dem Mainzer Weihbischofs Udo Bentz auf dem Programm, am Nachmittag folgte ein Orgelkonzert. Das erste Fazit: Die neue Orgel klingt einfach nur gut.

Die für Maria Hilf neue Orgel hat schon etliche Jahre auf den Registern: Sie wurde nämlich bereits 1890 bei der britischen Orgelbaufirma Gray & Davison gebaut. Sie stand viele Jahre in London. 1943 wurde sie nach St. Agnes im westlich von London gelegenen Reading gebracht. Jetzt verrichtet sie in Maria Hilf ihren Dienst.

Zuvor hatte die bei Kassel ansässige Orgelbaufirma Krawinkel das Instrument generalüberholt und auf die Gegebenheiten in Maria Hilf umgebaut, was mehrere Wochen in Anspruch nahm. Juniorchef Markus Krawinkel ließ es sich nicht nehmen, zur feierlichen Weihe der Orgel zu kommen. Insgesamt hat die Pfarrei rund 175000 Euro in das Projekt investiert. Um die Investition zu stemmen, wurde eigens ein Orgelförderkreis gegründet, der beispielsweise fleißig Spenden sammelte.

Organist Marco Lopes Ginja freut sich sichtlich darauf, die Orgel zu spielen. Fotos: Ralph Keim

Es war Organist Marco Lopes Ginja anzusehen, wie sehr er sich freute, das lang erwartete und ersehnte Instrument endlich spielen zu können. Mit „Rule Britannia“ von Thomas Augustine Arne (1710 bis 1778) startete das bestens besuchte Orgelkonzert. Im Lauf des Orgelkonzerts gab es einen musikalischen Ausflug bis in die Gegenwart.

Besonders mit „Suite for Organ“ konnte Marco Lopes Ginja eindrucksvoll zeigen, dass es eine gute Wahl war, die Orgel aus dem fernen Großbritannien nach Kostheim zu holen.

Der Orgelförderkreis bittet auch nach der Weihe der Orgel weiter um Spenden: Mainzer Volksbank, Stichwort: Orgel Maria Hilf, IBAN DE22 5519 0000 0006 0100 29.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“