Volker Höfner ist der Elvis von Gunsenum. Foto: Helene Braun

GONSENHEIM – Angefangen hat alles bei der Fastnacht. Um genau zu sein beim Worschtabend des MGV 1884 e.V. Heiterkeit Gonsenheim im Jahre 1999. Danach folgten weitere erfolgreiche Auftritte mit Band, deren Besetzung im Laufe der Jahre immer wieder wechselte. Volker Höfner hat sich in den letzten Jahren einen Namen als Elvis von Gunsenum gemacht. Gerade hat er sein 20-jähriges Elvis-Jubiläum gefeiert und dabei auch gleich die neue Band, die „Old Silverboys“, vorgestellt, die die „Sound Dogs“ abgelöst haben (wir berichteten). Zusammen mit Heinz-Wilfried Kranz (Rhythmusgitarre und Gesang) und Rolf Giloy (Keyboard) hat er fleißig geprobt und verfügt nunmehr über ein Repertoire von über 70 Songs. Für Feste aller Art kann man sie engagieren. Das Repertoire umfasst Elvis-Songs und Oldies der 50er, 60er, 70er und 80er Jahre.

Für Volker Höfner war und ist Elvis Presley einfach der Größte. Schon in ganz jungen Jahren hat ihn das Fieber erfasst und er zögert auch nicht, als er nach seinem Lieblingssong befragt, wie aus der Pistole geschossen „Suspicious Minds“ nennt. Fasziniert haben ihn auch die weniger bekannten Gospelsongs von Elvis, der in einer kleinen Kirchengemeinde in Tupelo/Texas das Gitarrespielen lernte. Presleys legendäres Hawaii-Konzert 1972 ist Höfner noch lebhaft in Erinnerung, dafür blieb er die ganze Nacht am Fernseher.

2008 war Höfner auf Hochzeitsreise mit seiner Frau Astrid in Graceland. Elvis-Kostüme besitzt er in allen Farben. Copyright: Volker Höfner

Auf der Gitarre übt Volker Höfner noch, seine Kenntnisse reichen gerade mal fürs Lagerfeuer, wie er eingesteht. Doch nun in Rente, macht er weiter, damit er sich auch mal selbst auf der Gitarre begleiten kann. So bescheiden ist der Verwaltungsdiplomwirt, bis Ende 2012 Leiter der Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz Mainz/Bad Kreuznach, dass ihm lange Zeit gar nicht bewusst war, dass er singen kann. Die „Heiterkeit“, bei der er seit 1995 mitmacht, brachte ihn weiter, denn der damalige Chorleiter Hans Dieter erkannte sein Talent. Er beförderte ihn gleich zum Tenor. Höfner nahm dann noch vier Jahre Gesangsunterricht bei Christoph Seibt. „Er mir beigebracht, wie die Stimme durchhält“, sagt Höfner im Gespräch mit der Lokalen Zeitung. Das Fernsehen wurde auf ihn aufmerksam und begleitete ihn einen Tag lang bis zum Auftritt im damaligen Genießertreff Grünewald am Abend.

In den jungen Jahren war es, damals noch in Oberfranken, wo er 1952 geboren ist, als er Gery Gerspitzer und seine Band Gery & the Johnboys traf, die Elvis-Stücke coverten. „So etwas wollte ich auch machen, das hatte mich beeindruckt.“ Die Arbeit führte ihn später nach Mainz. Bis 2007 lebte er in Gonsenheim, heute mit seiner Frau Astrid Dambly in Ebersheim. Im Sommer 2008 unternahm er mit ihr die Hochzeitsreise nach Memphis (TN) und besuchte das Homeland von Elvis, Graceland. Und konnte dort wieder einen Film drehen, sein zweites Hobby. Der Elvis von Gunsenum wird er auch weiter bleiben, denn dort hatte er bislang die meisten Auftritte, dort und im gesamten Rhein-Main-Gebiet.

Mit der Band Old Silverboys verfügt Volker Höfner über ein breit gefächertes Repertoire an Oldies und Country-, Rock- und Popsongs, das längst nicht nur Elvis-Stücke beinhaltet. Buchen kann man Elvis und seine Silver Boys über die Website www.elvisvongunsenum.com.

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Helene Braun
Seit 2003 bin ich für die Lokale Zeitung journalistisch tätig. Von 2014 bis Ende 2018 war ich Redaktionsleiterin für die Mainzer Stadtteile und die Verbandsgemeinde Bodenheim. Meine heutigen Schwerpunkte liegen auf allem, was im und vor Ort geschieht und für die Leser interessant ist. Dies sind Berichte, Reportagen und Fotos aus Lokalpolitik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Vereinen, zu besonderen Events und kuriosen Begebenheiten.