Eine neue Ausstellung von Liga Pukite ist jetzt bei ZMO zu sehen. Foto: kga

BRETZENHEIM. Manche mögen die lettische Künstlerin bereits von ihrer Ausstellung 2015 in den Räumen des ZMO kennen. Damals zeigte die Kinderbuch-Illustratorin Liga Pukite eindrucksvolle Auszüge aus ihrer Arbeit. Jetzt hat sich die Malerin auf ein ganz neues Thema konzentriert. So schön und vielfältig wie die Natur sieht Pukite auch den Menschen. Keiner ist wie der andere und gleicht damit den Blumen, die in  ihrer Art gleich aber individuell ganz verschieden sind.

„Jeder Mensch ist wie eine Blume“, so lautet der bedeutsame Titel ihrer neuen Ausstellung im Verein „Zusammenarbeit mit Osteuropa“ in der Hans-Böckler-Straße. Die Bilder Pukites seien „Direkt und fern von jeglicher Elitärität“, fasste die Vorsitzende des ZMO, Jutta Hager, bei der Vernissage zusammen und nannte die Werke der Künstlerin „demokratisch“.   Worum es Pukite geht, ist der Verweis darauf, dass alles der Schöpfung Gottes entspringe. Die Rose sei wie der Grashalm, ebenso wichtig oder unwichtig im Gefüge der Natur, gleichberechtigt stehen sie nebeneinander. „Was genau ist denn Unkraut?“, fragte Pukite in die Runde ihrer Gäste.

In Aquarell, Acryl und Buntstift zaubert Liga Pukite die Vielfältigkeit und die Schönheit des Lebens auf die Leinwand. Egal welche Hautfarbe, egal ob sportlicher Mann, alternder Vater, lachendes Kind oder schwangere Frau – der Mensch ist so vielfältig in seiner Art und Schönheit wie es die Blumen sind. Grazil, bunt, fein in ihrem Wesen, oder grob und stämmig.

Das Interesse der Künstlerin gilt allem, was sie sieht.  „Ich staune immer wieder über die Schöpfung, die wir Menschen nicht erschaffen können und die so toll funktioniert.“ Die Natur zu beobachten sei nie langweilig. Form, Farbe, Licht, immer verändere sich etwas. Beim Malen von Menschen sehe sie sich vor der Herausforderung, das Wesentliche auf den Punkt zu bringen. „Sie sind traumhaft, wunderschön, einfach oder fast nicht bemerkbar.“  Titel tragen ihre Bilder nicht.

Jutta Hager verweist auf den Pantheismus, wonach Gott in allen Dingen existiere und Gott und Welt identisch seien. „Die Welt ist die göttliche Schöpfung, die uns am Leben hält“, sagt Hager und wünscht den Gästen „viel Spaß beim Betrachten des Göttlichen in den Bildern Pukites“.   Von kga 

Die Ausstellung ist noch bis zum 22. November jeweils zu den Öffnungszeiten des ZMO montags bis freitags jeweils von 11 bis 18 Uhr und jeden ersten und dritten Samstag im Monat von 10 bis 14 Uhr zu sehen. 

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