Die 34. „Zwibbelkuche“-Wanderung begeisterte zahlreiche Wanderlustige. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

VG BODENHEIM – Geschätzte mehr als 1000 Genießer machten sich auf den Weg zum 34. „Zwibbelkuche“-Wandertag mit Federweiße. Mit einem Wanderplan und einer Startkarte ausstaffiert, die sie auf der Rückseite bei jeder der fünf Stationen abstempeln lassen mussten, legten sie den etwa 20 Kilometer langen Weg zurück.

Volle Hütte bei der 34. „Zwibbelkuche“-Wanderung in Gau-Bischofsheim. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Wer in Bodenheim startete, spazierte bei herrlichem Wanderwetter über Gau-Bischofsheim, Harxheim, Lörzweiler und Nackenheim bis zum Startpunkt zurück. Wer mehr von der Natur und den himmlischen Ausblicken erhaschen wollte, nahm zusätzlich drei Wanderschleifen in Angriff. Die längste davon – zwischen Lörzweiler und Nackenheim – versprach den herrlichen Blick auf den Rhein. Durch die Abgabe der Stempelnachweise qualifizierten sich die Teilnehmer am Ziel für eine Verlosung.

Wilhelm und Anette Walter und Sabine Engelmann-Becker (Mitte) sind seit 30 Jahren bei der „Zwibbelkuche“-Wanderung dabei. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Mit dem Teilnahmepreis gab es als Wegzehrung ein Glas Federweißer, ein Stück vom wahrhaft leckeren „Zwibbelkuche“. „Und Gummibärchen“, so der Vorsitzende des Verkehrsverein Bodenheim, Stephan Leber. Die Verkehrsvereine Bodenheim und Gau-Bischofsheim, sowie die Heimat- und Verkehrsvereine aus Harxheim, Lörzweiler, und Nackenheim legten sich als Organisatoren richtig ins Zeug. Die Veranstaltung sei weniger ein „Schlemmer-Event“, so Leber.

Die 34. „Zwibbelkuche“-Wanderung profitierte vom sommerlichen Oktober. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Es gebe durchaus Teilnehmer, die unter Verzicht auf die Stempelkarte einfach den Weg laufen wollen und die Infrastruktur nutzen. „Die Gastronomie merkt das enorm. Zu uns kommen die Menschen, die gerne wandern, zum Teil auch von weiter weg.“ Wie beispielsweise Elke von Lucadou, die mit zwei Freundinnen aus Wiesbaden den Wandertag genoss. „Es ist einfach herrlich“, beteuerte sie nach der Ankunft in Lörzweiler, nach etwa zweidrittel der Strecke.

An der 34. „Zwibbelkuche“-Wanderung nahmen rund 1000 Genießer teil. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Im dortigen Weingut Dörrschuck herrschte gegen 14 Uhr eine einladende Atmosphäre, die nicht zuletzt von der ländlichen Dekoration ausging, die den Garten zierte. „Es wird langsam voll“, freute sich Andreas Dörrschuck. Selbstgemachte Kürbissuppe, Zwiebelkuchen, drei verschiedene Federweiße und ein Raum für die Weinverkostung luden zum Verweilen an einem guten Plätzchen für eine Plauderei ein.

Verweilen bei der „Zwibbelkuche“-Wanderung im Hof des Weinguts Dörrschuck in Lörzweiler. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

Die Bodenheimer Wilhelm und Anette Walter unterhielten sich mit Sabine Engelmann-Becker an einem Weinfass. „Wir machen die Wanderung tatsächlich über die ganze Strecke schon seit 30 Jahren mit.“ Man treffe die Leute, die man ganzes Jahr nicht gesehen habe, schmunzelte Engelmann-Becker, eine begeisterte Wanderin. Für sie ende damit das Wanderjahr.

In Lörzweiler öffnete auch die Familie Bludau mit Freunden ihren Garten, den sie als Erholungs- und Ruhezone präparierte und bot leckere selbstgemachte und ökologisch einwandfreie Produkte wie die Kräuterlimonade oder Dinnele: Alle Zutaten stammten aus dem eigenen Kräutergarten. Auf eine volle Hütte trafen die Wanderer im Unterhof in Gau-Bischofsheim. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte die Vorsitzende des örtlichen Verkehrsvereins, Carmen Knab. „Über 70 Portionen der selbstgekochten Suppe mit Dörrfleisch, Zwiebeln, Kabanosi und roten sowie grünen Bohnen waren innerhalb von anderthalb Stunden ausverkauft.“ Auch 500 Stücke des „Zwibbelkuche“ waren gegen 15 Uhr bereits verspachtelt.

Teilen