Die SG-Abwehr um Lena Kahnert (links) und Juliana Dold hatte die knapp 2 Meter große Kreisläuferin Mette Müller gut im Griff. Foto: Oliver Gehrig

BRETZENHEIM –Der erste Heimspielerfolg ist perfekt: Dank einer starken Abwehrleistung siegten die Handballerinnen der SG Bretzenheim jetzt in der 3. Liga Frauen West gegen die SFN Vechta vor 238 Zuschauern mit 23:19 (12:7). Damit kletterten die Ischn mit 6:4 Punkten vorübergehend auf Tabellenplatz zwei hinter Spitzenreiter TV Aldekerk.

Die SG-Abwehr zeigte sich von Anfang an hellwach und hatte die knapp 2 Meter große Gästespielerin Mette Müller gut im Griff. Vor allem Lena Kahnert kümmerte sich intensiv um die Kreisläuferin der Gäste. Dazu hatte SG-Torfrau Julia Wenselowski einen echten Sahnetag erwischt und entschärfte von Beginn an etliche schwierige Würfe. So dauerte es knapp zehn Minuten, bis Vechta zum ersten Torerfolg kam. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Ischn bereits 3:0 vorne: auch, weil ein taktischer Kniff von Gästecoach Kai Freese nicht funktionierte. Er verzichtete bei eigenen Angriffen auf die Torfrau zu Gunsten einer siebten Feldspielerin, was immer wieder leichte Kontergegentore verursachte. Die stark spielende Rechtsaußen Josi Dingeldein (5 Tore) bedankte sich ein ums andere Mal. So stellten die Gäste wieder auf sechs Feldspielerinnen um und kamen nun bis zum 12:7-Halbzeitstand etwas besser ins Spiel. Zu Beginn der zweiten Hälfte taute dann bei der SG auch die zuvor torlose Linksaußen Linda Bach so richtig auf und erzielte drei Treffer am Stück. Die SG zog auf 17:11 davon. Aufgrund einiger Unkonzentriertheiten wurde es dann beim Zwischenstand von 20:17 doch noch mal spannend, aber SG-Torfrau Nathalia Schlesinger entschärfte einen schwierigen Ball und zog den Gästen endgültig den Zahn. Der 23:19-Erfolg war verdient, wenn auch nicht glanzvoll.

„Das war heute eine tolle Unterstützung von der Tribüne“, bedankte sich SG-Coach Martin Schwarzwald im Anschluss bei den lautstarken Fans. „Wir müssen aber die Tore machen und das Spiel früher entscheiden.“ Sein Team sei noch zu abhängig von Euphoriephasen. „Da arbeiten wir dran.“

Am Spielfeldrand saß neben der langzeitverletzten Andrea Bonk (Knie) auch Spielführerin Katharina Mack, die sich im Auswärtsspiel bei Mainz 05 den linken Ellenbogen ausgekugelt hatte und im Katholischen Klinikum Mainz (KKM) operiert wird. „Das ist meine erste schwere Verletzung“, sagte Mack zur Lokalen. Das habe sie noch gar nicht so richtig realisiert. Die Kapitänin hofft, im Januar wieder an Bord zu sein.

SG Bretzenheim: Julia Wenselowski, Nathalie Schlesinger; Anika Schmitt, Vanessa Weber (2), Linda Bach (5), Lea Helle (2), Sophie von Römer, Juliane Dold (3), Michelle Chwalek (2), Josi Dingeldein (5), Lena Kahnert (4/2).

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Oliver Gehrig
Ich bin gebürtiger Mainzer, Jahrgang 1967 und seit mehr als 20 Jahren hauptberuflich journalistisch in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport tätig. Für die Lokale Zeitung berichte ich seit 2014 aus Bretzenheim, Hechtsheim, Lerchenberg, HaMü, AKK und der Oberstadt sowie aus Finthen und Gonsenheim. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad. Weitere Hobbies sind Tennis, Fußball und Aquaristik.