Der Hofstaat mit Erntekönigin Michelle (Mitte) und den Prinzessinnen Viviana und Laura hielt tapfer durch. Foto: Ralph Keim

HEIDESHEIM – Von wegen goldener Oktober. In diesem Jahr zeigt dieser sonst so schöne Monat, was herbstlich in ihm steckt. Statt Sonnenschein und milde Temperaturen bietet der Monat bislang weitgehend unangenehmes Schmuddelwetter.

Darunter hatte auch der traditionelle Umzug zum Heidesheimer Erntedankfest zu leiden. Statt wie in den vergangenen Jahren bot sich den Teilnehmern und den Zuschauern kein schönes Herbstwetter, sondern Dauerregen und unangenehme Kälte. Dem entsprechend waren dicke Pullover und Regenschutz unverzichtbar. Und die obersten Repräsentantinnen des Festes, der Heidesheimer Erntedank-Hofstaat, mussten sich besonders warm einpacken. Schließlich galt es, beim Umzug auf dem mit Heidesheimer Trauben und Äpfeln herbstlich geschmückten Festwagen Platz zu nehmen. Und der bot gegen das scheußliche Wetter keinerlei Schutz.

Auch der Hofstaat des vergangenen Jahres musste sich gegen den hartnäckigen Regen schützen. Foto: Ralph Keim

Dennoch ließen sich alle Teilnehmer den Spaß nicht verderben. Tapfer hielten die ebenfalls in Regenschutz eingepackten Kinder durch. Die Musiker spielten sich vor Beginn des Umzugs warm. Und die Mitglieder der zahlreichen Jahrgänge, die auf wenigstens überdachten Wagen teilnehmen, waren sowieso bester Laune. Insgesamt zogen wieder mehr als 50 Gruppen und Vereine durch die Straßen des neuen Ingelheimer Stadtteils, was ebenfalls thematisiert wurde.

Ein Anlaufpunkt vor und nach dem Umzug war die Alte Markthalle, in der es heißen Kaffee und frischen Kuchen gab. Hier konnte man sich aufwärmen, wovon viele Teilnehmer Gebrauch machten. Die Zuschauer nutzten ebenfalls jede sich bietende Gelegenheit, um Schutz vor dem hartnäckigen Regen zu suchen. Und auch in diesem Jahr war es eine Selbstverständlichkeit für viele Heidesheimer, Fenster, Fassaden und Hofeinfahrten herbstlich zu schmücken.

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Ralph Keim
Seit ihrer ersten Ausgabe bin ich in verschiedenen Bereichen engagiert bei der Lokalen Zeitung. Heute verantworte ich die Ausgaben „Mainz-Mitte“ außerdem „Hessen“ und „Rhein“. „Die lokale Berichterstattung ist für mich immer wieder etwas Besonderes, da man hier ganz nah an den Menschen ist“, möchte ich, Jahrgang 1964, meine Arbeit beschreiben. „Außerdem ist Mainz eine tolle Stadt mit einem tollen Umfeld.“